Nicole Kidman (58) meldet sich zurück. Nach einem bewusst ruhigen Jahr, das sie selbst als Zeit "in meinem Schneckenhaus" bezeichnet, steht 2026 für die australische Schauspielerin im Zeichen gleich mehrerer Großprojekte. Im Interview mit dem Branchenmagazin "Variety" spricht sie auch erstmals über die Scheidung von Country-Star Keith Urban (58). Zu den Details sagt sie nichts, stattdessen betont sie: "Wir sind eine Familie und werden das bleiben. Alles andere thematisiere ich nicht, aus Respekt."
Kidman und Urban heirateten im Juni 2006 in Sydney. Im September 2025 reichte Kidman die Scheidung ein, am 6. Januar 2026 wurde sie rechtskräftig. Aus der Ehe gingen die beiden Töchter Sunday Rose und Faith Margaret hervor, die heute 17 und 15 Jahre alt sind.
In Nashville, wo Kidman seit fast 20 Jahren lebt, will sie mit ihren Töchtern bleiben. Dort wohnt sie auch in der Nähe ihrer langjährigen Freundin und "Big Little Lies"-Kollegin Reese Witherspoon (49). "'Big Little Lies' gibt es, weil wir uns gegenüber wohnen", sagt Kidman. Im Interview spricht sie aber auch über ihre neuen Serien- und Filmrollen und darüber, warum weibliche Regisseurinnen für sie keine Kür, sondern Pflicht sind.
"Scarpetta", Hexen, Horror und "Lioness"
Den Auftakt macht seit 11. März die Prime-Video-Serie "Scarpetta", in der sie die Gerichtsmedizinerin Kay Scarpetta aus Patricia Cornwells Romanreihe spielt. Für die Rolle bereitete sie sich so intensiv vor, dass sie in US-Talkshows scherzhaft sagte, sie könne inzwischen selbst eine Autopsie durchführen.
Im September folgt "Practical Magic 2", die Fortsetzung des Films "Zauberhafte Schwestern" von 1998, erneut mit Sandra Bullock (61) und Nicole Kidman. Regie führt Susanne Bier. Kidman betont seit Jahren, wie wichtig es ihr ist, mit Regisseurinnen zu arbeiten und damit auch strukturell etwas in der Branche zu verschieben. Parallel laufen die Arbeiten an der dritten Staffel von "Lioness", außerdem ist Kidman für Osgood Perkins' Horrorfilm "The Young People" angekündigt.
Oscar-Erinnerungen und ein vergessener Dank
Im Gespräch blickt Kidman auch auf prägende Stationen ihrer Karriere zurück. Ihr gelbgrünes Dior-Kleid von John Galliano bei den Oscars 1997 gilt bis heute als stilprägender Red-Carpet-Moment. 2003 gewann sie den Oscar als beste Hauptdarstellerin für "The Hours". An den Moment der Verkündung erinnert sie sich als überwältigend; ihren Vater, der damals im Saal neben ihr saß, habe sie in der Aufregung in ihrer Dankesrede nicht erwähnt.
Auch ihre 2024 gestorbene Mutter bleibt in dem Interview ein Thema. Kidman erzählt dort, wie sie ihrer Tochter einen Marienkäfer zeigte und ihn mit der Großmutter verband. Für sie sei "dieser Gedanke tröstlich", sagt sie.