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Peta-Kampagne: Ches Enkelin ruft zur vegetarischen Revolution auf

Sie ist die Enkelin des kubanischen Revolutionsführers Che und ruft jetzt selbst die Revolution aus - die vegetarische: Für eine Kampagne der Tierrechtsorganisation Peta posiert Lydia Guevara nur mit Karotten bekleidet vor der Kamera.

Nur mit einem Patronengürtel aus Mini-Karotten ist sie auf dem Foto abgebildet. Wie einst ihr Großvater trägt sie eine rote Barett-Mütze mit einem Stern und wie er ruft sie zum Umsturz auf: "Schließen Sie sich der vegetarischen Revolution an" lautet die Kampagne der Tierrechtsorganisation Peta, für die Lydia Guevara sich einsetzt.

Die Fotos werden ab Oktober auf Plakaten und in Anzeigen zunächst in Che Guevaras Geburtsort Argentinien zu sehen sein, später sollen sie nach Auskunft von Peta auch in anderen Ländern zu sehen sein. "Es ist eine Art Hommage an Lydias verstorbenen Opa", sagte der Sprecher der Organisation Michael McGraw. Peta habe Guevara um Unterstützung gebeten, nachdem man erfahren habe, dass die 24-Jährige Vegetarierin sei.

"Petas Kampf für die Rechte von Tieren hat mich dazu gebracht, selbst Vegetarierin zu werden", begründet die berühmte Enkelin ihren Einsatz für die Organisation. Die vegetarische Lebenseinstellung sei inzwischen eine Revolution geworden, der sich immer mehr Leute anschließen würden, und die eine gesündere Alternative für den Planeten und für die Menschen propagiere.

Lydia Guevara, die nach eigenen Angaben abwechselnd in New York, Los Angeles und London lebt, unterhält in den USA einen Vegetarier-Blog und nennt sich selbst "Amerikas beliebteste kleine agnostische Sozialismus-Vegetarierin". Auf ihrem Twitter-Profil finden sich auch Einträge über ihre Familie, zum Beispiel: "Bin gerade zurück von einer dreistündigen Politik-Revolution mit meinem Vater. Er hasst die Vereinigten Staaten noch immer. Kontinuität zählt."

Vor Guevara haben sich unter anderem bereits Traci Bingham, Pamela Anderson und Alicia Silverstone für Peta-Kampagnen ausgezogen. Ziel der Organisation ist es nach eigenen Angaben, durch Aufdecken von Tierquälerei, Aufklärung der Öffentlichkeit und Veränderung der Lebensweise jedem Tier zu einem besseren Leben zu verhelfen.

Zuletzt sorgte die Organisation für Schlagzeilen, als sie US-Präsident Obama kritisierte, weil dieser einer Fliege vor laufender Kamera den Garaus gemacht hatte. "Wir unterstützen Mitgefühl auch für die merkwürdigsten, kleinsten und am wenigsten sympathischen Tiere", sagte Peta-Sprecher Bruce Friedrich.

Mai