HOME

Er wäre heute 86 geworden: Omar Sharif - gefeierter Filmstar, professioneller Spieler

Omar Sharif ging in die Filmgeschichte ein: Heute wäre der 2015 verstorbene ägyptische Schauspieler 86 Jahre alt geworden.

Omar Sharif

Hier ist Omar Sharif im Jahr 2013 beim Filmball in Wien zu sehen - heute wäre der 2015 verstorbene Mime 86 Jahre alt geworden.

Der mit Filmen wie "Lawrence von Arabien" und "Doktor Schiwago" berühmt gewordene Mime Omar Sharif wäre heute 86 Jahre alt geworden. Sharif war 2015 im Alter von 83 Jahren in Kairo gestorben. Bei dem gebürtigen Ägypter war kurz zuvor die Alzheimer-Krankheit diagnostiziert worden. 
Omar Sharif hatte 1962 mit "Lawrence von Arabien" an der Seite von Peter O'Toole seinen Durchbruch. "Doktor Schiwago", aber auch das Musical "Funny Girl" machten den Frauenschwarm zu einem international gefragten Star. Insgesamt spielte er in mehr als 100 Hollywoodfilmen. Er erhielt drei Golden Globes und war für seine Nebenrolle als Scheich in David Leans "Lawrence von Arabien" für einen Oscar nominiert. 

Omar Sharif spielte Che Guevara, Dschingis Khan - und Bridge

Omar Sharif hatte als Sohn eines betuchten ägyptischen Holzhändlers in London Schauspiel studiert, dann aber zunächst in ägyptischen Produktionen mitgewirkt. Einer seiner ersten Filme trug 1954 den Titel "Teufel der Sahara". Auch in "Lawrence von Arabien", einem seiner berühmtesten Streifen, spielte Sharif einen Wüstensohn. Bekannt wurde eine Szene, in der er minutenlang der Sonne entgegenreitet. Sharif verkörperte auch Che Guevara und Dschingis Khan.

In späteren Jahren gab Omar Sharif sich weniger den Filmrollen als vielmehr dem Kartenspiel hin und spielte teils professionell Bridge. "Ich will nicht mehr Sklave von irgendwelchen Vorlieben sein", sagte er einmal, als er das Kartenspiel aufgegeben hatte. "Es hat ein paar Jahre gedauert, bis ich davon loskam." Sharifs Sohn Tarek hatte im Frühjahr 2015 in einem Interview der spanischen Zeitung "El Mundo" erklärt, dass sein Vater an Alzheimer erkrankt sei. Es sei klar, dass er sich davon nicht mehr erholen werde und das Leiden schlimmer werde, sagte der Sohn seinerzeit.


 

las/las / DPA