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Royals Es wird konkreter: Prinz Andrew soll die Klageschrift persönlich übergeben werden

Prinz Andrew, Herzog von York
Prinz Andrew, Herzog von York
© Jonathan Brady/ / Picture Alliance
Für Prinz Andrew wird es langsam ungemütlich: Der Sohn der Queen muss sich vor Gericht wegen sexuellen Missbrauchs einer Minderjährigen verantworten. Nun hat sich der Anwalt der Klägerin gemeldet. 

In der im Nordosten Schottlands gelegenen Region Aberdeenshire finden derzeit die Highland Games statt. Die Veranstaltung steht unter der Schirmherrschaft von Königin Elisabeth II., aus diesem Grund sind die Royals regelmäßiger Gast und schauen zu, wie starke Schotten Baumstämme, Hufeisen und allerlei andere Dinge weit werfen. 

In diesem Jahr wohnt Prinz Charles der Veranstaltung bei. Doch große Freude an den skurrilen Wettkämpfen dürfte der Thronfolger nicht haben. Denn das Königshaus belastet der drohende Prozess gegen Prinz Andrew, Charles jüngeren Bruder. Am Montag hatte die Amerikanerin Virginia Roberts Giuffre in New York Zivilklage wegen sexuellen Missbrauchs einer Minderjährigen eingereicht.

Ein pikanter Vorwurf - der einen Schatten auf die Monarchie werfen könnte. Aus diesem Grund hat die Queen Teile der Familie zu einem Krisentreffen auf den Urlaubssitz Schloss Balmoral bestellt. Neben Prinz Charles mit Gattin Camilla wurden Andrew und Ex-Frau Fergie sowie die gemeinsame Tochter Eugenie dort gesichtet.

Prinz Andrew soll kalt gestellt werden

Mittlerweile hat sich Giuffres Anwalt David Boies zu Wort gemeldet und Details zur Übergabe der Klageschrift verraten. Da die Klage in New York City verhandelt wird, Prinz Andrew aber in Großbritannien lebt, ist dieser Schritt nicht ganz trivial. Zudem drängt die Zeit: Bereits für den 13. September ist die erste mündliche Anhörung angesetzt - und dem Beklagten stehen 21 Tage Zeit zu, um auf die Vorwürfe zu reagieren. Aus diesem Grund sollen dem Prinz die Gerichtspapiere "persönlich" übergeben werden, so Boies, der in der Vergangenheit bereits US-Vizepräsident Al Gore und Harvey Weinstein vertreten hat. 

Bisher schweigt Andrew zu den Vorwürfen. Doch unabhängig vom Ausgang des Prozesses ist schon jetzt klar, dass das Ansehen des Königshauses schaden nehmen wird. Während also Prinz Charles zuschaut, wie stämmige Burschen Baumstämme von sich stoßen, könnte die Queen eine ganz andere Form der Abstoßung vorbereiten: Im kommenden Jahr feiert die Monarchin ihr 70-jähriges Thronjubiläum. Wie ein hochrangiger Mitarbeiter des Palasts der britischen Tageszeitung "Daily Mail" sagte, soll der zweitältesten Sohn der Queen bei den Feierlichkeiten kommendes Jahr keine Rolle spielen.

Allenfalls bei den Highland Games dürfte Prinz Andrew dann noch erwünscht sein.

Verwendete Quelle: "Daily Mail"

che

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