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Britische Royals: Sponsoren springen ab, Studenten demonstrieren: Die Folgen von Prinz Andrews Skandal-Interview

Prinz Andrew redete sich in seinem Interview mit der BBC um Kopf und Kragen. Das hat Folgen für seine beruflichen Beziehungen.

Prinz Andrew

Prinz Andrews BBC-Interview hat Folgen

DPA

Sein Skandal-Interview hat Folgen: Prinz Andrew sorgt nicht nur beim britischen Volk für Empörung. Auch zahlreiche seiner Geschäftspartner wenden sich von ihm ab. So wie die "Advertising Week Europe": Die Veranstaltungsreihe, die in der Vergangenheit auch Andrews Unternehmer-Plattform "Pitch @ Palace" unterstützt hat, wird den Prinzen nicht zu ihrem Seminar in London 2020 einladen, wie ein Sprecher der "Daily Mail" mitteilte. "Auch wenn unsere Unterstützung für Unternehmer nach wie vor sehr groß ist, können wir bestätigen, dass 'Pitch @ Palace' nicht im Rahmen der Advertising Week Europe 2020 stattfinden wird", ließ das Unternehmen verlautbaren. 

Prinz Andrew: Sponsoren springen ab

"Pitch @ Palace", eine Charity, die Jungunternehmer fördert, musste bereits einige der Sponsoren von ihrer Website löschen. Auch das Netzwerk "KPMG" soll seine Unterstützung zurückgezogen haben. Finanziell wäre das für Prinz Andrew fatal, immerhin zahlt "KPMG" laut der "Daily Mail" 100.000 Pfund jährlich an seine Organisation. 

Auch diverse Universitäten - unter anderem in Australien - haben ihre Zusammenarbeit mit Prinz Andrew gekündigt, wie die Zeitung berichtet. Einzig die University of Huddersfield, die der Sohn von Königin Elisabeth II. als Ehren-Dekan unterstützt, hielt bislang noch zu ihm. Doch auch in der nordenglischen Stadt gibt es mittlerweile ordentlich Gegenwind. Zahlreiche Studenten haben sich zusammengeschlossen und fordern, dass sich ihre Uni von dem Royal trennt.

Unter dem Hashtag "Not my Chancellor" machen sie ihrem Unmut über Andrew Luft. Das Studentenwerk von Huddersfield stimmte am Dienstagabend nach Protesten für eine Absetzung des Prinzen.

In der britischen Hauptstadt überlegen derweil die Verantwortlichen der London Metropolitan University, ob Andrew als Schirmherr der Bildungsinstitution abgesetzt werden sollte. "Wir werden die Position von Prinz Andrew, Herzog von York, als unserem Schirmherr auf der nächsten Sitzung des Vorstandes (...) überprüfen. Die Universität lehnt alle Formen von Diskriminierung, Missbrauch, Menschenhandel und jede Tätigkeit ab, die den Werten der Universität widerspricht", heißt es. 

Unglückliches BBC-Interview: Missbrauchsskandal: Prinz Andrew redet sich um Kopf und Kragen

Queen reitet in Schloss Windsor

Während Prinz Andrews peinliches Interview, in dem er sich immer wieder selbst widersprach, Folgen für seine Arbeit hat, ist noch nicht klar, wie die Royal Family auf das schwarze Schaf der Familie reagieren wird. Am Mittwoch, wenige Tage nach dem BBC-Interview ihres Sohnes, wurde Queen Elizabeth II. beim Reiten auf dem Schlossgelände von Windsor gesehen. 

Quelle: "Daily Mail" / "Pitch @ Palace" 

ls