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Sie hinterließ einen Brief Gerüchte um Mord-Verschwörung: Scotland Yard hat Prinz Charles zum Tod von Diana befragt

Prinz Charles, Prinzessin Diana
Die Ehe von Prinzessin Diana und Prinz Charles verlief sehr unglücklich
© AFP/ / Picture Alliance
Wie der ehemalige Polizeichef von London nun erzählt, hat er vor Jahren Prinz Charles zum Tod von Prinzessin Diana als Zeugen vernommen. Es ging um ein Schreiben, das Diana hinterließ.

Nach Prinzessin Dianas Unfalltod in Paris im August 1997 ermittelte die Polizei in alle Richtungen. Nun hat der ehemalige Scotland-Yard-Chef John Stevens erzählt, dass er auch Prinz Charles als Zeugen vernommen hat – weil es Gerüchte gab, wonach dieser seine Frau umbringen lassen wollte. Im Jahr 2005 vereinbarte Stevens deshalb ein Treffen mit dem Britischen Thronfolger und befragte ihn länger. Konkret ging es um ein Schreiben, das Diana hinterlassen hatte und in welchem sie schwere Vorwürfe gegen Charles erhebt.

In der handschriftlichen Notiz, die Diana 1995, also zwei Jahre vor ihrem Tod, ihrem Butler zukommen ließ, heißt es, dass sie durch "kaputte Bremsen und eine ernste Kopfverletzung" sterben werde, damit Charles das ehemalige Kindermädchen ihrer Söhne, Tiggy Legge-Bourke, heiraten könne. Damals machten falsche Gerüchte über eine Affäre die Runde. 

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"Camilla ist nur eine falsche Fährte", schrieb Diana

"Ich sitze hier an meinem Schreibtisch und sehne mich danach, von jemandem umarmt zu werden und ermutigt zu werden, stark zu bleiben und meinen Kopf oben zu halten. Diese Phase in meinem Leben ist die gefährlichste. Mein Ehemann plant einen Unfall mit meinem Auto. Bremsversagen und eine schwere Kopfverletzung, damit der Weg für ihn frei ist, Tiggy zu heiraten. Camilla ist nur eine falsche Fährte, wir werden von dem Mann in jeder erdenklichen Weise benutzt", schrieb Diana.

Stevens berichtet nun, dass er Charles diese Worte vorlas und ihn fragte: "Sir, was glauben Sie, warum hat die Prinzessin das geschrieben?" Charles habe geantwortet, dass er davon nichts wusste und erst in den Medien davon erfahren habe. Teile der Notiz wurden 2003 öffentlich gemacht, nachdem Dianas ehemaliger Butler einen Deal mit dem Boulevard-Blatt "The Mirror" einging.

Charles sagte in der Befragung, dass er nie mit Diana darüber gesprochen habe und nicht wisse, warum sie das schrieb. Später habe Charles das Protokoll der Vernehmung unterschrieben. Stevens sagt ausdrücklich, dass Charles als Zeuge, nicht als Verdächtiger vernommen wurde. Scotland Yard hätte keine Beweise für die Theorie gefunden. 

Warum Diana diese Worte verfasste, bleibt im Unklaren. Fest steht, dass die Notiz etwa zum gleichen Zeitpunkt entstand, wie das Skandal-Interview von Diana mit der BBC. Gerade stellte eine gerichtliche Untersuchung fest, dass der Journalist Martin Bashir die Prinzessin damals mit gefälschten Dokumenten manipuliert und zum Interview überredet hatte. Stevens bedauert, das nicht schon damals gewusst zu haben. "Wir hätten ihn sonst befragt". 

Quellen: "Daily Mail" , "The Guardian"

sst

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