Scheidungsschlacht Heather Mills droht mit delikaten Details


Seit anderthalb Jahren tobt der schmutzige Scheidungskrieg zwischen Paul McCartney und seiner Noch-Ehefrau Heather Mills. Während der Ex-Beatle zu der ganzen Sache schweigt, will Heather Mills nun delikate Details aus ihrer Ehe enthüllen.

Bei kleinen Dessous ist Paul McCartney angeblich großzügig. In der teuren Damenwäsche-Boutique "Top Drawer" in East Hampton auf Long Island soll er für seine neue Seelentrösterin - die schöne New Yorkerin Nancy Shevell - tief in den Geldbeutel gegriffen haben. Wenn es hingegen um die Abfindung für Noch-Ehefrau Heather Mills geht, entpuppt sich der Ex-Beatle als Geizkragen. Das zumindest behauptet Mills in mehreren Interviews, mit denen sie nun eine neue Runde im McCartney-Scheidungskrieg eröffnet hat.

Anfangs wiederholte Ex-Fotomodell Mills (39) bittere Klagen über ihr trauriges Schicksal. McCartney (65) habe sie rücksichtslos mit der konstanten Verweigerung einer gütlichen Einigung "an den Rand des Zusammenbruchs" gebracht. Er habe sie nicht vor Rufmord-Kampagnen geschützt, so dass sie dem "Selbstmord nahe gekommen" sei, erzählte die blonde Frau einst unter Tränen.

Am Dienstag wurde sie im Magazin "Hello" deutlicher: McCartney sei ein Knauser. Er wolle nichts von seinem Vermögen abgeben, das auf mehr als 1,2 Milliarden Euro geschätzt wird. Dann folgte eine kaum verhohlene Drohung mit der Veröffentlichung neuer Details aus dem Eheleben. Seit der Trennung vor 18 Monaten sei sie ein "schlafender Vulkan". "Ich halte immer noch den Mund über die ganze Wahrheit und gebe ihm die Chance, diese schreckliche Situation aufzulösen."

Paul McCartney genießt seine neue Liebe und schweigt

McCartney äußerte sich nicht zu den Klagen. Vielmehr goss er - ob bewusst oder unbewusst - mit Fotos von sich und seiner Neuen noch Öl ins Scheidungsfeuer. Paparazzi hatten keine Schwierigkeiten, Sir Paul in seinem Geländewagen auf Long Island, wo viele Hollywood-Promis Strandhäuser haben, bei einem Kuss mit der 47-jährigen Shevell und bei gemeinsamen Spaziergängen am Ozeanstrand abzulichten.

"Paul wirkte glücklich und entspannt wie schon lange nicht mehr", berichtete ein Augenzeuge. Mindestens sechsmal hätten sich McCartney und die Geschäftsfrau - sie ist Vizepräsidentin eines Transportunternehmens im US-Bundesstaat New Jersey unweit von New York - bereits getroffen. Besonders intensiv sei das letzte Wochenende gewesen mit Barbesuchen bis morgens um 3.00 Uhr. Am Freitag seien sie dann für mehr als zwei Stunden in McCartneys Anwesen am Atlantik verschwunden. Vorher habe er noch bei "Top Drawer" Dessous gekauft.

Bringen solche Berichte nun daheim in London den "Vulkan Heather" zur Explosion?, fragen Reporter. Nach dem Lennon/McCartney-Song "Give Peace a Chance" sieht die Scheidung derzeit jedenfalls nicht aus. Während Sir Paul dem Motto "All You Need Is Love" zu folgen scheint, passt Mills Auftreten eher zu "Revolution". Schon einmal hatte sie öffentlich schmutzige Wäsche gewaschen, als im Sommer Einzelheiten aus ihrer Scheidungsklage in die Zeitungen gerieten. Da war sogar von Gewalttätigkeit McCartneys in der Ehe die Rede. Später hieß es gar, Mills habe seinerzeit "Szenen vom Zusammenbruch der Beziehung" auf Band aufgenommen.

Kein Wunder, dass die McCartney-Anwälte in den Scheidungsverhandlungen von Mills eine "Maulkorb-Verpflichtung" fordern sollen. Danach wäre es ihr verboten, zum Beispiel in Memoiren oder Interviews über den Ex-Beatle herzuziehen. Immerhin soll ihm das 20 Millionen Pfund wert sein. Dass Mills hingegen mindestens 70 Millionen Pfund (rund 100 Millionen Euro) verlangt, hat sie mehrfach bestritten. Doch zugleich beklagte sie, dass ihr niemand glauben würde.

Thomas Burmeister/DPA DPA

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