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Steuerbetrug: Franjo zeigt sich selbst an

Die Staatsanwaltschaft ermittelt bereits wegen Korruption und Insolvenzverschleppung gegen ihn. Doch Pleite-Unternehmer Franjo Pooth schlittert noch tiefer in die Krise: Der Ehemann von Werbe-Ikone Verona hat sich beim Finanzamt Düsseldorf selbst angezeigt - wegen eines weiteren Deliktes.

"Franjo Pooth hat beim Finanzamt Düsseldorf Selbstanzeige erstattet", bestätigte Oberstaatsanwalt Arno Neukirchen der "Bild"-Zeitung. Eine Selbstanzeige werde gemacht, um dem Finanzamt "steuererhebliche Tatsachen" nachzumelden, erklärte der Leiter der Ermittlungsbehörde weiter.

Nach dem Steuergesetz bleibt der Täter straffrei, wenn er die hinterzogenen Steuern nachzahlt, allerdings nur dann, wenn zum Zeitpunkt der Selbstanzeige die Tat noch nicht entdeckt war.

Ob Franjo Pooth, der sich zu der Steueraffäre nicht äußern wollte, die Steuerschuld aufbringen kann, ist jedoch fraglich. Nach der Insolvenz mit seiner Elektronikfirma "Maxfield" fordern Gläubiger insgesamt 27 Millionen Euro von ihm.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt in diesem Zusammenhang wegen des Verdachts der Bestechung und Insolvenzverschleppung. Er soll Sparkassen-Vorstände mit wertvollen Geschenken bestochen haben. Pooth hatte zugegeben, dass er teure Fernseher an die Betroffenen liefern ließ. Zudem durften mehrere Düsseldorfer Sparkassenmitarbeiter zur Hochzeit der Pooths nach Wien reisen. Der Düsseldorfer Sparkassen-Chef Heinz-Martin Humme war ebenso wie Vorstandsmitglied Karl-Heinz Stiegemann wegen der Affäre fristlos entlassen worden.

joe