HOME

Sein Haus wurde komplett zerstört: Verbrannter Rilke, gerettete Rolex: So erlebte Thomas Gottschalk den Brand in Malibu

Im Oktober 2018 zerstörten Waldbrände im kalifornischen Malibu unzählige Häuser. Darunter war auch das Anwesen von Thomas Gottschalk und seiner Noch-Ehefrau Thea. 

Thomas Gottschalk

Bei verheerenden Waldbränden in Malibu wurde Thomas Gottschalks Anwesen komplett zerstört

Picture Alliance / DPA

Es war 20 Jahre lang ihr Rückzugsort: In Malibu hatten sich Thomas Gottschalk und seine Noch-Ehefrau Thea 1998 ein Anwesen gekauft und renoviert. Doch ausgerechnet am Hochzeitstag des Ex-Paares wurde ihr Zuhause durch die verheerenden Waldbrände in dem Gebiet in Gänze zerstört. 

Thomas Gottschalk über den verheerenden Brand in Malibu

In seiner neuen Biografie "Herbstbunt" schildert Gottschalk, wie er von dem Brand erfahren hat. Die "Bild"-Zeitung hat das Kapitel bereits vorab gedruckt. Der Moderator sei damals nicht vor Ort gewesen, der Hausmeister hätte ihn aber angerufen und ihn benachrichtigt, Thea, seine Frau, sei bereits mit den Katzen in einem Auto. "(D)er tapfere Mann stand vor einer kühlschrankähnlichen Konstruktion in meinem Büro, in der zwei Dutzend Uhren hinter einer Glastür elektrisch in einem bestimmten Rhythmus gedreht werden, und wollte wissen, welche er mitnehmen sollte", verrät der 69-Jährige.

"Statt zu sagen 'alle', machte ich auf cool und nannte die teuerste und die Rolex, die mir meine Schwiegermutter zur Hochzeit geschenkt hatte. Eine für die Vernunft, eine für die Sentimentalität", schreibt Gottschalk. Währenddessen habe im Auto bereits eine Katze angefangen, sich zu übergeben, schildert der ehemalige "Wetten, dass...?"-Moderator.

Waldbrände in Kalifornien zerstören Villen der Stars - und die sind mächtig sauer auf Trump

Seine Söhne riefen ihn an

Während er also zwei seiner Luxusuhren retten konnte, verbrannte ein anderes wertvolles Objekt: An der Wand hing das Gedicht "Der Panther" in der Handschrift von Rainer Maria Rilke. "Dass Thea meine Rilke-Handschrift des Gedichts 'Der Panther' beim Verlassen des Hauses nicht von der Wand genommen hat, ist absolut verständlich", sagt er nun in "Herbstbunt". Er habe damals aber viele Sympathien von der "literarischen Elite" bekommen, erklärt er. 

Seine Söhne hätten ihn angerufen, um sich zu erkundigen. "Der sensiblere rief aus San Diego an und fragte: 'Papa, seid ihr okay?'." Im Flieger in die USA hätte der Chefsteward ihn zum verbrannten Rilke kondoliert, verrät Gottschalk. "Die Kohle von der Versicherung ist inzwischen auf einem Festgeldkonto. Nicht so viel, wie ich gehofft hatte, aber mehr, als mir Leonardo DiCaprio mal spontan für das Haus geboten hatte, als ich es noch auf keinen Fall verkaufen wollte", erläutert Gottschalk. Das sei ein Trost, aber um den Rilke täte es ihm trotzdem leid. 

Quelle: "Bild"-Zeitung

ls