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Thronjubiläum der Queen: Moralisch und unbezwingbar

Die Briten feiern das Thronjubiläum von Queen Elizabeth II.: Seit 60 Jahren lieben sie eine Königin, die als herzlos gilt. Warum? Weil sie eine unerschütterliche moralische Instanz ist.

Von Cornelia Fuchs, London

Vor 60 Jahren wurde aus Elizabeth Windsor während eines Urlaubs in Kenia Queen Elizabeth II. Doch sie feiert den 6. Februar nicht. Der Tag, an dem sie Königin wurde, ist auch der Tag, an dem ihr Vater George VI. im Jahre 1952 mit nur 57 Jahren starb. Aber kein Datum zeigt so deutlich, was die Rolle des britischen Monarchen für Queen Elizabeth II. bedeutet: Sie ist weit mehr als ein Amt. Sie ist eine Berufung, gottgegeben, und nicht selten eine Last.

Während in Deutschland das Staatsoberhaupt wankt, danken die Briten ihrer Monarchin für 60 Jahre Beständigkeit und unbezwingbare Traditionen. Die Königin steht Großbritannien gut zu Gesicht. Seit Jahrzehnten repräsentiert sie bei Einweihungen, Staatsempfängen und Kino-Vorführungen das Land. Und tut dies unaufgeregt und bis auf kurze Pausen zwischen Schwangerschaft drei (Prinz Andrew) und vier (Prinz Edward) ohne Unterbrechungen.

Von der jungen Königin zur freundlichen Oma

Zwölf Premierminister hat Elizabeth II. regelmäßig bei sich im Buckingham Palast zu Besuch gehabt, die erste Sitzung mit Winston Churchill kaum, dass sie als neue Königin aus ihrem Urlaub in Kenia zu ihren Untertanen zurückgekommen war. Sie hat alle zwölf US-Nachkriegs-Präsidenten erlebt und die Hände der wichtigsten Menschen der vergangenen 60 Jahre geschüttelt - von Nelson Mandela bis Indira Gandhi, von den Beatles bis zu Alfred Hitchcock.

Niemals hat sie in all diesen Jahren Interviews gegeben, politische Meinungen geäußert oder gar Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in Großbritannien bewertet. Sie hat sich von der zierlichen brünetten Jung-Königin mit der leicht zitternden Stimme zu der freundlichen Oma mit weißen Haaren und den Hüten in leuchtenden Farben gewandelt, damit ihr Volk sie auch aus großer Entfernung erkennen kann.

Die Pflicht steht über allem

Nur eine Leidenschaft hat sie stets erkennen lassen, hat sich dafür sogar mit Margaret Thatcher, der eisernen Premierministerin, angelegt: den Commonwealth, das Überbleibsel des alten britischen Empires. Thatcher wollte damals die Königin nicht mehr an einer Commonwealth-Konferenz teilnehmen lassen. Sie musste diese Entscheidung sehr schnell wieder zurücknehmen. Der Commonwealth tagt auch heute noch mit 54 Staatsoberhäuptern, weil er dank Elizabeth den Kalten Krieg und die Umwälzungen des vergangenen Jahrzehnts überlebt hat. Und ihrer Präsenz ist es zu verdanken, dass die britische Monarchie weiter 16 Völkern vorsteht, von Kanada bis Australien.

Auf den offiziellen Erinnerungsstücken zu ihrem Jubiläums-Jahr lässt die Königin verkünden: "Ich werde stets daran arbeiten, Glück und Reichtum meiner Völker voranzubringen, die über die ganze Welt verteilt sind." Da ist es wieder, das Pflichtgefühl, mit dem Elisabeth in den vergangenen 60 Jahren über 387.000 Ehrungen verliehen, 100.000 Hundertjährigen per Telegramm gratuliert, über 250 Staatsbesuche absolviert und an die 100 Staatsbankette gefeiert hat. 1,1 Millionen Menschen hat sie bei ihren Gartenpartys mit Tee und Gurkensandwiches versorgt. Und niemals hat sie sich über die Gleichförmigkeit ihrer Aufgaben beschwert. Zumindest niemals öffentlich.

Eine schrecklich nette Familie

Es gab eine kurze Zeit, in der dieses Festhalten am Notwendigen zum Problem wurde für die Königin. Nach Dianas Tod wehte keine königliche Flagge über dem Buckingham Palast - wie stets, wenn die Königin nicht anwesend war. Sie kümmerte sich damals im August 1997 im schottischen Balmoral um ihre Enkelsöhne William und Harry. Und ihr Volk wurde unruhig. Herzlos sei sie, hieß es. Keinen Respekt habe sie vor ihrer toten Schwiegertochter, die so viel Unruhe in den Palast gebracht hatte.

Heute sind viele Engländer peinlich berührt, wenn sie an die öffentliche Kritik an Elizabeth denken. Und die Zurückhaltung der Königin gilt in der Rückschau als edel und gut. Lucy Worsley, oberste Denkmalpflegerin der historischen Paläste in London, findet es wenig überraschend, dass die Königin heute wieder so verehrt wird: "Gegen Ende einer Regentschaft wurde bei vielen Herrschern die reine Durchhaltekraft bewundert."

Auch wird deutlicher, was bald kommen muss. Denn mit Königin Elizabeth II. war stets der Rest des Windsor-Clans verbunden: Randy-Andy, ihr Sohn Prinz Andrew, beispielsweise, der sich in den vergangenen Jahren von einem verurteilten Pädophilen einladen ließ wie von dubiosen Milliardären in verschiedenen Unrechts-Staaten. Oder Hakenkreuz-Harry, der wilde Bruder von Prinz William, mitsamt der unbedachten Kleiderwahl für Kostümpartys.

An ihrer Moral müssen sich ihre Nachfolger messen lassen

Mit der Queen auf dem Thron waren diese Familienmitglieder mitsamt ihren Fettnäpfchen zu ertragen. Doch Thronfolger ist jetzt Charles, der Tampon-Prinz. Es gibt Stimmen, die das Zepter gleich an Elisabeths Enkel William weiterreichen wollen. Aber die Monarchie ist kein Beliebtheits-Wettbewerb. Das Amt wird in einer Blutlinie weitergereicht - und Charles hat schon sehr lange auf seine Zeit gewartet.

Anders als seine Mutter bezieht er zu allem und jedem Stellung, empfiehlt Kaffee-Einläufe gegen Krebs und schreibt hunderte Briefe an Politiker, um deren Entscheidungen zu beeinflussen. Es gibt viele, die nicht glauben wollen, dass er dies unterlassen wird, nachdem er den Thron bestiegen hat.

Seine Mutter hat niemals ihre rein repräsentative Rolle durchbrochen. Und sich deswegen unangreifbar gemacht. Am ersten Wochenende im Juni werden die Briten eben dies feiern mit der größten Bootsparade auf der Themse seit 300 Jahren. Und die Gesänge werden sehr, sehr ernst gemeint sein: Long live the Queen! Lang lebe die Königin!

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(