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Tödlicher Bühnenunfall: Madonna besucht Opfer und Angehörige

Zwei Menschen kamen ums Leben, acht weitere liegen verletzt im Krankenhaus. So lautet die traurige Bilanz eines Unfalls, der sich bei den Bühnenaufbauten für ein Madonna-Konzert ereignete. Die Sängerin reiste nun nach Südfrankreich, um dort die Angehörigen der Opfer zu trösten.

Nach dem Einsturz einer Bühne für eines ihrer Konzerte hat die Madonna Angehörige und Opfer des Unglücks besucht. Die Sängerin kondolierte zunächst in Aix-en-Provence der Familie eines bei dem Unglück verunglückten 52-jährigen Technikers. Anschließend suchte sie in zwei Krankenhäusern in Marseille einige der acht verletzten Arbeiter auf und brachte ihnen weiße Rosen. Begleitet wurde Madonna vom Bürgermeister von Marseille, Jean-Claude Gaudin, der die "Geste der Menschlichkeit" der Künstlerin würdigte. Die Sängerin hatte sich für ihren Besuch "größtmögliche Diskretion" gewünscht, wie das Rathaus der südfranzösischen Hafenstadt mitteilte.

Bei den Aufbauarbeiten für ein Konzert waren am vergangenen Donnerstag zwei Arbeiter ums Leben gekommen. Ein 53-jähriger Franzose starb am Unfallort, ein 32 Jahre alter Brite erlag am Freitag seinen Verletzungen. Acht weitere Bühnenarbeiter wurden verletzt. "Ich bin tief bestürzt über diese tragische Nachricht", schrieb Madonna auf ihrer Website. "Ich bete für die Verletzten und ihre Familien und mein tiefes Mitgefühl gilt allen, die von dieser herzzerreißenden Nachricht betroffen sind."

Madonna wollte am Sonntag im Rahmen ihrer "Sticky & Sweet"-Tour in der Hafenstadt am Mittelmeer auftreten. Das Konzert im Stadion Vélodrome wurde nach dem Unfall abgesagt. Das 60 Tonnen schwere Bühnendach stürzte teilweise ein, weil eine Seilwinde brach. Einer der Kräne fiel ebenfalls um. Die Bühne sei wie ein Kartenhaus zusammenfallen, sagte ein Augenzeuge dem Regionalblatt "La Provence".

AP/DPA / AP / DPA
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