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Überfall auf Kim Kardashian: Drei Männer sind die Hauptverdächtigen

Der Kreis der Verdächtigen im Raubüberfall auf Kim Kardashian wird enger. Gegen drei Personen wird nun offiziell ermittelt, sieben weitere befinden sich noch in Polizeigewahrsam. Kardashians Chauffeur ist hingegen wieder auf freiem Fuß.

Kim Kardashian

Reality-TV-Star Kim Kardashian wurde im Oktober 2016 Opfer eines Raubüberfalls

Nach dem Raubüberfall auf Reality-TV-Darstellerin Kim Kardashian in Paris ist gegen drei Männer ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden. Wie die Pariser Staatsanwaltschaft mitteilte, ist ein 63-jähriger Mann der direkten Tatbeteiligung verdächtig. Ein 64-Jähriger soll als Hehler für Kardashians Juwelen tätig gewesen sein. Der dritte Verdächtige, ein 44 Jahre alter Mann, soll sich als Komplize betätigt und die Täter über Kardashians Zeitplanung informiert haben. Sieben weitere Verdächtige werden immer noch verhört. 

Der Überfall auf Kardashian in der Nacht  zum 3. Oktober sorgte weltweit für Schlagzeilen. Bewaffnete Räuber hatten die 36-Jährige am Rande der Pariser Fashion Week in einer Luxusresidenz ausgeraubt. Sie fesselten und knebelten Kardashian und sperrten sie im Badezimmer ein. Dann flohen sie mit ihrer Beute: einem vier Millionen Euro teuren Ring und einer Schatulle mit Schmuck im Wert von fünf Millionen Euro.

Sieben Verdächtige im Fall Kim Kardashian sind frei

Durch die Auswertung von in der Luxusresidenz gefundenem DNA-Material kamen die Ermittler auf die Spur eines Verdächtigen. Mittels Beschattungen, abgehörter Telefonate und der Auswertung von Videoaufnahmen wurden dann weitere Verdächtige ermittelt, darunter auch mutmaßliche Hehler und Mittelsmänner.

Zuvor hatten Justizkreise bestätigt, dass die Polizei vier weitere Festgenommene aus dem Gewahrsam entließ. Von anfangs 17 Festgenommenen seien nun neben den drei Hauptverdächtigen noch sechs Männer und eine Frau weiter in Polizeigewahrsam. Unter ihnen ist auch der Bruder eines Fahrers, der bei einem VIP-Transportunternehmen arbeitet, das laut französischen Medien von Kardashians Familie genutzt worden sein soll. Der Chauffeur selbst war Anfang der Woche ebenfalls festgenommen, inzwischen aber wieder freigelassen worden.

Von der Beute fehlt nach wie vor jede Spur. Bei Razzien wurden aber rund 200.000 Euro in bar gefunden, wie Ermittler sagten. Nach dem Überfall hatten US-Medien spekuliert, der Raub sei womöglich nur vorgetäuscht gewesen, um die Versicherungssumme zu kassieren. Kardashian, die Ehefrau des US-Rappers Kanye West, reichte deswegen in New York eine Diffamierungsklage ein.

jum/AFP/DPA