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Insolvenzverfahren: Warum sich Boris Becker auf diplomatische Immunität beruft

Boris Becker pocht im Insolvenzverfahren gegen ihn auf diplomatische Immunität. Was bezweckt der Wimbledon-Sieger damit?

Die Vermögensverhältnisse des einstigen Tennis-Idols Boris Becker geben weiter Rätsel auf

Die Vermögensverhältnisse des einstigen Tennis-Idols Boris Becker geben weiter Rätsel auf

DPA

Diese Meldung sorgte vor einigen Wochen für Verwunderung: Ende April wurde bekannt, dass Boris Becker diplomatisch für die Zentralafrikanische Republik Kongo tätig wird, eines der ärmsten Länder der Welt. Der dreimalige Wimbledon-Gewinner wurde als Sonderattaché für Sport und kulturelle Angelegenheiten in der Europäischen Union ernannt. Geld soll Becker für diesen ehrenamtlichen Posten nicht bekommen. Was bezweckt der 50-Jährige also mit diesem Ehrenamt?

Darauf gibt es inzwischen eine Antwort: Die Anwälte des früheren Tennisstars berufen sich im laufenden Insolvenzverfahren gegen ihren Mandanten auf diplomatische Immunität. Becker war am 21. Juni 2017 durch eine Richterin am Londoner High Court für zahlungsunfähig erklärt worden. Boris Becker bestreitet bis heute, pleite zu sein.

Seither läuft ein Insolvenzverfahren gegen ihn, das nach britischem Recht nach einem Jahr abgeschlossen sein könnte. Das wäre in wenigen Tagen. Becker wäre ab der kommenden Woche seiner Schulden ledig und könnte wieder eigenes Geld verdienen. Warum kommt Becker nun kurz vor dem Ablauf dieses Verfahrens mit seiner Immunität um die Ecke?

Boris Becker soll Büro in Brüssel bekommen

Die Antwort könnte in einer bevorstehenden Entscheidung des High Court in London liegen. Denn es ist noch gar nicht ausgemacht, dass das Insolvenzverfahren gegen Becker kommende Woche abgeschlossen wird. Denn am 31. Mai beantragte Insolvenzverwalter Mark Ford eine Fristverlängerung. Becker habe ihm Informationen vorenthalten, hieß es in einem Statement. 

Für Becker bedeutet das nichts Gutes. Dem gebürtigen Leimener könnten im schlimmsten Falle sogar strafrechtliche Konsequenzen drohen. Davor würde ihn der Diplomatenstatus schützen. Als Attaché soll er in Brüssel ein eigenes Büro in der Botschaft der Zentralafrikanischen Republik bekommen. Dort wäre er vor dem Zugriff der Ermittlungsbehörden geschützt.

"Er ist nach wie vor inhaltlich davon überzeugt"

Beckers Anwälte möchten mit ihrem Antrag, den sie beim High Court in London eingereicht haben, eine Ausweitung des Verfahrens verhindern. Die Anwälte argumentieren, Becker könne ohne die Zustimmung der Zentralafrikanischen Republik sowie des britischen Außenministers Boris Johnson keinem rechtlichen Verfahren unterworfen werden. Noch ist allerdings unklar, ob diese Argumentation rechtlich haltbar ist.

Beckers deutscher Anwalt Christian-Oliver Moser tritt diesem Eindruck entgegen. "Es ist aber nicht so, dass Herr Becker das diplomatische Amt übernommen hat, um auf diese Weise das Insolvenzthema zu lösen. Er ist nach wie vor inhaltlich davon
überzeugt", sagte er der DPA.

Becker beklagt sich

Boris Becker klagte in einer Stellungnahme, er sei Opfer einer "Farce" geworden. Ein "Haufen anonymer und unverantwortlicher Banker und Bürokraten" habe ihm in ein "vollkommen unnötiges" Insolvenzverfahren aufgezwungen. Dadurch habe er "eine Menge Schaden" erlitten, "sowohl finanziell als auch professionell".

In jedem Fall dürfte der Vorstoß seiner Anwälte ein Indiz dafür sein, dass das Insolvenzverfahren nicht wie von Becker erhofft kommende Woche abgeschlossen wird. So schnell wird in dieser Causa wohl keine Ruhe einkehren.

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Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.