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Studie verrät Diese Eigenschaften spricht man Menschen mit Nacktfotos auf Dating-Portalen zu

Dating Nacktbilder
Eine Studie analysiert, was es bedeutet, wenn man beim Dating Nacktbilder im Profil hat.
© IMAGO / Westend61
Beim Dating entscheidet oft das erste Foto eines Portals, ob man sich das Profil genauer anschauen möchte. Forscher fanden nun heraus, was es aussagt, wenn man ein eher nacktes Bild als Aufmacherbild wählt.

Freizügigkeit kennt in Zeiten von Instagram, OnlyFans und Co. kaum noch Grenzen. So sieht es auch bei Online-Dating-Portalen wie Tinder aus. Alle paar Match-Vorschläge erscheint ein Oben-ohne-Bild, ein Bikini-Bild, ein Badehosen-Bild oder sogar ein nackter Hintern. Eine Studie fand nun heraus, dass diese sexualisierten Bilder fürs Dating alles andere als vorteilhaft sind. 

Die Studie führten Psychologen der US-Universitäten von Arizona und Santa Barbara in Kalifornien durch. Sie baten 262 heterosexuelle Studenten, sich eine fiktive Datingseite anzuschauen und die einzelnen Mitglieder zu bewerten. Die Profilbeschreibungen wurden alle neutral gehalten, nichts Obszönes oder besonders Außergewöhnliches, Unterschiede gab es jedoch bei den Fotos. Circa die Hälfte der Profile wurden mit freizügigen Fotos bestückt, die andere Hälfte blieb bekleidet. 

Nacktbilder beim Dating mindern die Erfolgschancen

Das Ergebnis war eindeutig: Menschen, die auf sexualisierte Bilder in ihrem Dating-Profil zurückgriffen, wurden als unsympathisch und noch erstaunlicher, als inkompetenter von den Protagonisten eingestuft. Die Betrachter schlossen außerdem das Profil gedanklich sofort für eine langfristige Beziehung aus. 

"Unsere Ergebnisse haben ergeben, dass sexualisierte Dating-Profile soziale Defizite verursachen (z. B. weniger wahrgenommene Aufgabenkompetenz, weniger Sympathie und weniger soziale Attraktivität), zudem sind die freizügigen Profile auch mit einer höheren Wahrscheinlichkeit sexuellem Cyber-Dating-Missbrauch ausgesetzt als ihre nicht sexualisierten Gegenstücke", schrieben die Forscher.

Die Studie ergab auch, dass männliche Profile mit Nacktbildern am schlechtesten abschnitten. Frauen schließen einen halbnackten Mann auf einem Dating-Portal scheinbar als Heiratskandidaten aus. Die US-Forscher fanden auch heraus, dass Attraktivität und Ethnie die wichtigsten Faktoren dafür sind, ob Menschen nach links oder rechts swipen würden. Diese beiden Merkmale erwiesen sich als fast doppelt so wichtig im Vergleich zu allen anderen Faktoren. Andere individuelle Punkte wie Persönlichkeit und Hobbys waren eher schlechte Indikatoren dafür, wie jemand sich entscheiden würde. Die durchschnittliche Zeit für das Wischen nach rechts betrug knapp unter einer Sekunde. Wenn ein Swiper jedoch jemanden nicht mochte, wurde diese Zeit sogar noch kürzer und lag bei etwa einer halben Sekunde.

Quellen: Daily Mail, Study The Costs of Sexualization

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