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Interview

Musiker im Gespräch: Ein DJ spricht über seine skurrilsten Auftritte und verrät, wo Partys besonders intensiv sind

DJ youANDme ist für seinen Beruf auf der ganzen Welt unterwegs. Wir haben mit Martin Müller, wie er mit echtem Namen heißt, über nervige Gäste, skurrile Gigs und seine Liebe zur Musik gesprochen.

DJ youANDme im Einsatz

DJ youANDme im Aurora Club in Peking. Der Berliner ist auf der ganzen Welt unterwegs.

Martin Müller wird als DJ auf der ganzen Welt gebucht. Er legt vor allem Deephouse und Techno auf und setzt dabei auf Musik, die oft weit weg ist von kommerziellen Sounds. 
Im Gespräch mit uns verrät der Berliner, was es heißt, diesen Beruf auszuüben, welche Unterschiede es bei Partyvölkern gibt und welche skurrilen Erlebnisse er als DJ so hatte. 

Martin, wie sieht dein Leben als DJ konkret aus?



Die meisten denken immer, der Job besteht nur aus den zwei, drei Stunden Auflegen im Club am Wochenende, endlosen Partys und einem faulen Leben unter der Woche. Das ist aber nicht so. Es gibt sehr viel Arbeit im Hintergrund. Donnerstag oder Freitag reise ich zu meinen Aufrtitten und komme meistens erst Sonntagabend nach Hause. Montagmorgen sitze ich schon wieder im Studio oder Büro. Als DJ sind Eigenproduktionen unerlässlich, da sie oft für die veröffentlichten Songs gebucht werden. 

Es gab mal Zeiten, als eine gute Platte einen Musiker richtig bekannt machte und dann lief der Rest von alleine. Das ist aber heutzutage nicht mehr so. Wer als Künstler nicht auf den gängigen Social-Media-Plattformen wie Soundcloud, Facebook, Instagram, Twitter, Youtube, Resident Advisor, Bandcamp oder Spotify ist, der findet auch leider nicht statt. 



Ich betreibe zusätzlich verschiedene Labels, bei denen ich Musik von Künstlern veröffentliche. Zu den nicht so spaßigen Aufgaben gehören Buchhaltung, Steuern und anderer Papierkram. Ich bin also ganz gut beschäftigt. 

Klingt stressig. Wann hast du die Liebe zur Musik entdeckt und wie ging es mit deiner Karriere los?



Mit 14 habe ich meine ersten Platten gekauft, welche ich mir durchs Austragen von Zeitungen finanzierte. Heute ist das gar nicht mehr vorstellbar. Die Menschen hören Musik entweder auf YouTube oder nutzen Streaming-Dienste. In den Neunzigern war Vinyl die einzige Möglichkeit, um an die neusten Underground-Sachen zu kommen.
Zu den ersten Auftritten kam ich, indem wir Partys einfach selbst mit Kumpels veranstalteten. Die wurden mit der Zeit immer größer und bekannter. Später zog ich für mein Studium nach Berlin und bekam immer mehr Anfragen. Nach den ersten erfolgreichen Veröffentlichungen bekam ich auch mehr Aufmerksamkeit aus dem Ausland und spielte die ersten internationalen Gigs.


Gibt es Tipps, die du unbekannten Musikern geben kannst, um erfolgreich zu werden?



Wer diesen Berufswunsch hat, sollte Musik wirklich lieben. Die Party-Leute merken, ob ein DJ nur im Mittelpunkt stehen will und sich feiern lässt oder ob er seinen Job mit Leidenschaft macht. Außerdem ist das Business schon auch ein Haifischbecken, in dem dir viele Enttäuschungen und Ellenbogen begegnen. Ich habe leider schon eine Menge guter Künstler gesehen, die aufgegeben haben, weil sie damit nicht umgehen konnten.


 

Und wie sieht es mit den Gästen aus – ist dir einer besonders negativ in Erinnerung geblieben?

Ich habe mal an einem sonnigen Sonntagmittag in Berlin in der Bar25 gespielt. Der ganze Dancefloor hat gut gegrooved. Alle hatten Spaß, bis auf einen Typen, der aussah, als ob er schon drei Tage im Berghain war. Er wollte unbedingt sein Handy an das Mischpult anschließen, da er und sein Kumpel so ein "tolles" Hardcore-Set aus Rotterdam dabei hatten. Das habe ich natürlich freundlich unterbunden. Dann drohte er mir Schläge an und schlich sich später sogar von hinten ans DJ-Pult. Dort pitchte er meine Platte auf über 140 beats per minute. Er wurde vom kompletten Dancefloor ausgebuht und schließlich von den Türstehern rausgeschmissen. 

Gibt es Auftritte, die dir in Erinnerung geblieben sind?

Einer der schönsten Plätze, an denen ich spielen durfte, war in Nicaragua beim Full Moon Festival. In einer Bucht, die noch vollkommen unberührt vom Massentourismus ist. Dort gibt es viele Hippies, Backpacker und Aussteiger. Die Menschen waren total herzlich und dankbar. Auf Bali hatte ich kürzlich ein ähnliches Erlebnis. Als ein warmer Sommerregen während meines Sets einsetzte, gab es kein Halten mehr und die Leute sind total durchgedreht. Der Moment war magisch!

 Und negative Erinnerungen?

Letzten Herbst hatte ich einen Gig in einer Wüste in Mexiko. Nach dem Auftritt musste ich noch zwei Stunden mit dem Auto durch einen heftigen Sandsturm zurück zum Hotel fahren. Dann haben wir uns im Sand festgefahren. Abseits jeglicher Zivilisation war mir schon etwas mulmig zumute. Aber die Story nahm ein gutes Ende! Nach diesem Trip ging es für mich nach Las Vegas. Dort habe ich auf einem verrückten Parkplatz-Rave gespielt und das war einer meiner besten Gigs im letzten Jahr. 

Kurios war auch ein Auftritt auf dem Kazantip-Festival in Georgien. Da wurde ich von einem älteren Herrn in einem uralten, zerbeulten Mercedes vom Flughafen abgeholt. Der Fahrer raste viel zu schnell über die kaputten Landstraßen, auf denen überall Kühe standen. Es kam, wie es kommen musste: er erwischte eine Kuh mit der Motorhaube. Anstatt anzuhalten, gab er Vollgas. Anschließend wurden wir von einem wütenden Mob Männern auf Mofas verfolgt. Wir kamen zum Glück trotzdem noch gut an. 

Unterscheidet sich das Partyvolk pro Kontinent? 

Es gibt in jedem Land Unterschiede, wie die Menschen auf die Musik reagieren. In Asien sind die Leute anfangs schüchtern, was sich aber zu späterer Stunde schnell ändern kann. In Südamerika herrscht eine unglaubliche positive Energie und die Menschen haben Rhythmus im Blut. In Tel Aviv, der Partyhauptstadt von Israel, ist immer eine verrückte Euphorie zu spüren. Die Leute feiern, als würde es kein Morgen geben. Das liegt sicherlich auch an der politischen Situation in dem Land. 

In Großbritannien sind die Gigs oft sehr ungewöhnlich. Durch die frühe Sperrzeit betrinken sich die Leute schnell und intensiv. Akute Ausfallerscheinungen sind also vorprogrammiert. Das gilt übrigens auch für Briten auf Ibiza. Trotz alledem mag ich die Engländer.

Was ist für dich das Schönste am Musikerleben?



Auch wenn es vielleicht etwas einfach klingt: für mich ist Musik das Schönste. Ich freue mich sehr, wenn ich eine gute neue Platte finde, die ich am Wochenende auf meinen Gigs spielen kann. Ich brauche für jedes Set immer ein paar neue Scheiben, um es für mich selber spannend zu halten. Wenn dann noch alles stimmt und das Publikum Lust hat, gibt es Momente, in denen eine gewisse Magie entsteht. Dann ist der ganze Raum eins. Es ist egal, wo jemand herkommt, wie er aussieht, welche Orientierung oder Hautfarbe er hat. Das alles verschwindet für einen Moment und alle fühlen das Gleiche durch die Musik, denn sie ist die universelle Sprache.

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(