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Generationengerechtigkeit Tschüss sozialer Aufstieg: Warum es vielen Millennials schlechter geht als ihren Eltern

Generationengerechtigkeit: Tschüss sozialer Aufstieg: Warum es vielen Millennials schlechter geht als ihren Eltern
Wer von 1997 bis 2012 geboren wurde, gehört zur sogenannten Generation Z.


Die ältesten dieser Generation sind im Jahr 2019 erst 22 Jahre alt.


Was zeichnet sie  aus?


Und wie unterscheiden sich die jungen Menschen von ihren Vorgängern, der Generation Y?


1. Online 
 
Für die Generation Z spielt sich fast alles online ab.


Schon bei der Einschulung können viele Kinder mit Smartphone und Tablet umgehen.


Das Mittagessen landet als Foto bei Instagram  – die Forderungen an die Politik werden in einem Tweet bei Twitter zusammengefasst.


Klassische TV-Programme dagegen spielen keine große Rolle mehr, denn jede Familie hat heuzutage einen Streaming-Account.


2. Aktionismus


Die Generation Y kämpft für ihre Ziele und Vorstellungen.


Seit Wochen gehen jeden Freitag tausende Schüler auf die Straße und demonstrieren für eine klimafreundliche Politik. 
  
3. Arbeitsweise
 
Unternehmen berichten, dass Bewerber der Generation Z mit sehr hohen Anforderungen in die Bewerbungsgespräche kommen.


Einige fordern eine 3-Tage-Woche, andere ein horrendes Einstiegsgehalt.
 
Ein möglicher neuer Job für viele Jugendliche: Influencer bei Instagram.


Auch keine Seltenheit: Der Berufseinstieg als Youtuber.


Immer wichtiger werden auch Social-Media-Manager – denn fast jedes Unternehmen ist mittlerweile in den sozialen Medien vertreten.


Heute ist es völlig normal mit schönen Bildern Geld zu verdienen – vor ein paar Jahren haben erst wenige an diese Jobperspektive gedacht.
 
4. Essen
 
Seit einigen Jahren geht der Food-Trend immer mehr in Richtung gesunde Ernährung.


Laut Vegetarierverbund Deutschland e.V. ernähren sich rund 8 Millionen Menschen im Jahr 2018 vegetarisch.


Schätzungen besagen, dass täglich rund 2000 Vegetarier dazukommen.
  
Auch der Buchmarkt zeigt das vegetarische Ernährung keine Seltenheit mehr ist: 2010 wurden lediglich drei vegane Kochbücher veröffentlicht.


2016 gab es bereits 211 Neuveröffentlichungen zu vegetarischer Ernährung.
  
Viele der Merkmale der Generation Z passen aber auch auf Menschen, die vor 1997 geboren wurden. 


Vegetarisches Essen und Umweltschutz haben auch schon die Vorgängergenerationen beschäftigt – den Schwerpunkt darauf setzen jetzt allerdings die jungen Leute.
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Unsere Generation will nicht den bürgerlichen Vorstadt-Traum mit Haus und Auto leben, heißt es oft. Doch eine neue Studie zeigt: Für viele ist dieses Lebensmodell einfach gar nicht möglich.

Eltern wünschen sich, dass es ihren Kindern einmal besser geht als ihnen selbst. Damit meinen sie meist einen guten Schulabschluss, eine passable Ausbildung, eine Familie und später ein Eigenheim. Doch wir gelten oft als die Generation, die den Vorstadttraum unserer Familie nicht mehr leben will. Wir machen keinen Führerschein, sparen nicht auf Auto oder Eigenheim, sondern suchen nach dem Sinn des Lebens in Praktika und tollen, aber unterbezahlten Jobs. Wir sind das, was man Post-Konsumenten nennt. Doch viele dieser Entscheidungen fallen nicht immer ganz freiwillig, wie die aktuelle Studie "Under Pressure: The Squeezed Middle Class" der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zeigt.

Mehr Kosten und weniger auf dem Konto

Die Forscher untersuchten den Anteil der 20 bis 29-Jährigen mit mittleren Einkommen zu verschiedenen Zeitpunkten in 36 Industrienationen sowie Südafrika, China, Russland und Brasilien. Zur Mittelschicht gehört, wer zwischen 75 und 200 Prozent des nationalen Durchschnittseinkommens verdient; in Deutschland sind das circa 1.700 Euro netto. Das Ergebnis: Für Millennials wird es immer schwieriger, den Lebensstil ihrer Eltern zu erreichen. Obwohl wir teilweise besser ausgebildet sind, verdienen wir nicht mehr als unsere Eltern, aber haben höhere Ausgaben. Das heißt, selbst wer mal davon geträumt hat, sich ein Haus oder auch nur eine Wohnung zu kaufen, kann sie sich meist einfach nicht mehr leisten.

Millennials Studie Geld
Keine Bock auf nichts? Den meisten Millennials fehlt nicht der Antrieb, sondern die Möglichkeit zum sozialen Aufstieg, zeigt eine aktuelle OECD-Studie.
© Sharon Mccutcheon/Unsplash

In der Generation unsere Eltern, den sogenannten Babyboomern, gehören nach Aussage der Wissenschaftler noch 68 Prozent der 20 bis 29-Jährigen zu Mittelschicht-Haushalten – bei den Millennials sind es nur noch 60 Prozent. Die Gründe dafür sind laut Aussage der Forscher unterschiedlich: Zum einen sind die Löhne im mittleren Einkommensbereich trotz Wirtschaftswachstum weniger gestiegen als zum Beispiel die Durchschnittseinkommen der oberen zehn Prozent. Zum anderen sind die Kosten gestiegen – mehr als jeder fünfte Haushalt mit mittlerem Einkommen gibt mehr aus, als am Anfang des Monats auf dem Konto steht; die Überschuldung ist höher als in Haushalten mit niedrigen oder höhen Einkommen. So können sich Viele die mittelschicht-typischen Ausgaben, wie zum Beispiel ein Eigenheim, nicht mehr leisten. Denn die Preise für Häuser sind laut der Studie in den letzten zwei Jahrzehnten dreimal so schnell gestiegen, wie das Einkommen der Mittelschicht.

Politik sollte Millennials fördern

Was also tun? Die OECD sieht hier vor allem die Politik in der Pflicht: Sie müsste bezahlbaren Wohnraum zu Verfügung stellen um die Lebenskosten zu senken und Hauskäufer durch Steuererleichterungen entlasten , sagen die Initiatoren der Studie. Zudem sei es wichtig, in berufliche Bildung zu investieren, da immer mehr befristete oder unsichere Beschäftigungen die klassischen Mittelklasse-Jobs ersetzen würden.

Der Lebensstil unserer Generation hat also anscheinend nichts mit Kapitalismuskritik oder fehlender Erfolgsorientierung zu tun. Die viel kritisierten Millennials sind nicht der Untergang, sondern die Zukunft des Mittelstandes – wenn die Politik beginnt, sie zu fördern. Hoffnung macht jedoch, dass die aktuellen Generationen ihre Zukunft positiv sehen: Laut einer Studie des Finanzportals "LendEDU" glauben 57 Prozent der Millennials, dass sie im Leben reicher sein werden als ihre Eltern.

Milliennials – das sind ihre Problem: "Selfie oder kein Selfie machen"
lau

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