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Meinung

Riesen-Chauvi: Mann antwortet auf Gillette-Werbung – das zeugt nur von seiner Hinterwäldlermentalität

Nachdem Gillette sich in einem neuen Werbespot gegen Mansplaining, sexuelle Übergriffigkeit und toxische Maskulinität aussprach, sah Graham Allen keinen anderen Ausweg, als mit seinen Kindern und einer Menge Waffen in einem Feld zu posieren. Können wir nicht so stehenlassen.

Kampagne gegen "toxische Maskulinität": Gillette will sich mit Spot ein neues Image schaffen - doch das geht ziemlich daneben

Seit Gillette vor nicht allzu langer Zeit einen neuen Werbespot veröffentlichte, ist in den sozialen Medien eine Diskussion zum Thema "toxische Männlichkeit" hochgekocht. Während viele den Rasiererhersteller für den Clip loben, in dem Themen wie Mansplaining und sexuelle Übergriffigkeit angesprochen werden, scheint es einige Menschen – beziehungsweise, sprechen wir es einfach mal aus: Männer – zu geben, die sich davon auf die Füße getreten fühlen.

Werbung solle ihnen nicht vorschreiben, wie sie sich zu verhalten haben, die Werbung sei ein Beispiel für "toxischen Feminismus", und wer diesen Clip feiere, habe noch nie in seinem Leben einen Mann getroffen. Äääähhh, oder: Wer das behauptet, trägt permanent einen Sandkübel mit sich herum, um den Kopf dauerhaft darin vergraben zu können. 

Bei Facebook ist nun eine weitere "Antwort" auf den Gillette-Clip viral gegangen, die einfach so viele schlimme Dinge miteinander vereint, dass man gar nicht so richtig weiß, wo man anfangen soll. Das Bild, das Graham Allen, ein professioneller Social-Media-Pöbler mit über zwei Millionen Facebook-Abonnenten, teilt, zeigt ihn mit seinen drei Kindern. Sie stehen in einem hübschen Blumenfeld (das einem schon fast Leid tun kann, weil es für diese Zwecke missbraucht wird) und halten große Schusswaffen in der Hand. Nur der Vater und die Söhne wohlgemerkt. Darüber schreibt er: "Wir üben unsere toxische Maskulinität. Hey Gillette, seid ihr jetzt beleidigt? Ich werde meine Kinder so großziehen, wie ich es für richtig halte."

Practicing our “toxic masculinity”🇺🇸 Hey Gillette does this offend you?! 😂😂 I’ll raise my kids the way I believe they should be....thanks for your advice😉 -Graham🇺🇸

Gepostet von Graham Allen am Donnerstag, 17. Januar 2019

Du hast ein Problem mit der Gillette-Werbung, Graham? Ich hab ein Problem mit dir.

Und weil das Gillette-Social-Media-Team zur Zeit vermutlich ziemlich viel zu tun hat und mir schon wieder die Galle hochkocht, was wirklich ungesund für die Speiseröhre ist, antworte ich Graham kurzerhand einfach selbst:

Lieber Graham,

ich möchte dich bitten, mir einen Gefallen zu tun und dir den Clip nochmal anzuschauen. Ich warte so lange.

Fertig? Sehr schön. Dann kann es ja losgehen, ich diskutiere nämlich wirklich ungern mit uninformierten Menschen. Und anders lässt sich die Tatsache, dass du original NULL verstanden hast, worum es in der Werbung geht, nicht erklären.

Lass uns zunächst eine Sache klarstellen: Nein, wir sind nicht beleidigt. Wir sind wütend. Beleidigt wären wir vielleicht, wenn du uns ohne zu fragen, den Kaiserhappen vom Teller klauen würdest. Oder meinetwegen sogar, wenn du völlig grundlos unsere neue Lieblingshose beleidigen würdest. Aber die Tatsache, dass du es dir in aller Ernsthaftigkeit rausnimmst, so dämliche Fragen wie: "Wenn Abtreibung kein Mord ist, wie kommt es dann, dass der Mord an einer schwangeren Frau als Doppelmord bestraft wird?" zu stellen, ist kein Grund beleidigt zu sein, sondern ein Grund, dich ein chauvinistisches Arschloch zu nennen.

Glaubst du, deine Hinterwäldlermentalität macht dich interessant? Bist du wirklich zu dämlich, um zu merken, dass, WENN hier irgendwer beleidigt ist, nicht wir das sind? Der einzige Grund, aus dem du dir von der Gillette-Werbung auf die Füße getreten fühlst, ist doch der, dass DU das Problem bist. Ernsthaft: WHO HURT YOU? 

In einem deiner Videos sagst du, jeder Mensch, der pro legale Abtreibung ist, gehört von den eigenen Eltern geohrfeigt. Ich hab grad mal meine Mama gefragt und auch, wenn sie so ganz generell gegen das Ausüben von Gewalt ist, würde sie nur für dich eine Ausnahme machen.

Und zu guter Letzt: Bitte gewöhne dir in Zukunft an, deine Kinder nicht für deinen dumpfen, populistischen, waffenverherrlichenden, sexistischen Mist zu instrumentalisieren. Die wissen nicht, was sie da tun und sind jetzt unfreiwillig zu Gesichtern von etwas geworden, was du ganz offensichtlich einfach nicht verstanden hast. Oder nicht verstehen willst. Ist mir auch egal. Auf jeden Fall können deine zuckersüßen Kinder nichts dafür, dass sie dich als Vater bekommen haben. 

Mit wahnsinnig unfreundlichen Grüßen,

Jule.

P.S. Nur um dich zu ärgern, Graham, werde ich jetzt hier Informationen zum bundesweiten Aktionstag des Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung verlinken. Der ist nämlich am Samstag den 26. Januar 2019. Und ich und die anderen toxischen Feministen und Feministinnen werden da sein. 

P.P.S. Solltest du deine Gillette-Rasierer wegwerfen wollen, schick sie doch bitte mir. Die Dinger sind teuer.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(