Bei den Angaben zu den Hitzetoten handelt es sich um Schätzungen, die sich auf ein System namens Momo stützen. Dieses sammelt die tägliche Zahl der Todesfälle in Spanien und gleicht sie mit der auf Grundlage historischer Daten eigentlich zu erwartenden Todesfälle ab.
Im Mai waren in mehreren Städten des beliebten Urlaubslandes Temperaturrekorde gemessen worden. Insbesondere in Nordspanien habe es über mehrere Tage hinweg „für einen Mai außergewöhnlich hohe Temperaturen“ gegeben, erklärte der nationale Wetterdienst Aemet.
Wegen des erhöhten Sterberisikos bei Hitze informiert das spanische Gesundheitsministerium die Bevölkerung mithilfe einer Hitze-Alarm-Skala von grün für „kein Risiko“ bis rot für „hohes Risiko“. Seit dem Beginn der Datenerhebung 2015 bis zum Sommer 2025 wurden insgesamt 27.564 Todesfälle hohen Temperaturen zugeschrieben. Das tödlichste Jahr war laut Gesundheitsministerium 2022 mit 4789 mutmaßlichen Hitze-Toten, gefolgt von 2025 mit 3832 Fällen.
Die Menschen in Spanien sind zwar an Hitze gewöhnt. In den vergangenen Jahren haben die Hitzewellen allerdings zugenommen, und dies auch außerhalb der Sommermonate.