Wenn nach einer Kinderwunschbehandlung ohnehin Eizellen vorhanden seien, "könnten diese für eine Spende freigegeben werden, ohne dass eigens neue entnommen werden", betonte Warken. Es gehe nicht darum, alle Türen weit aufzumachen. Sie habe da eher eine restriktive Haltung.
Warken will sich nun mit Justizministerin Stefanie Hubig (SPD) und Familienministerin Karin Prien (CDU) zu einer möglichen Freigabe der Eizellenspende austauschen. "Dann werden wir mit den Koalitionsfraktionen ins Gespräch gehen und schauen, ob es aus der Mitte des Parlaments dazu einen Vorschlag geben wird, so wie es bei ethischen Fragestellungen üblich ist", erklärte die Ministerin.
Bei der Eizellenspende wird einer Frau mit unerfülltem Kinderwunsch die Eizelle einer anderen Frau eingepflanzt. Bisher ist das in Deutschland nicht erlaubt, wegen der Risiken für die Spenderinnen und weil das Kind dadurch aus Sicht mancher zwei biologische Mütter hat. Die Frauen-Union, deren Vorsitzende Warken ist, hat sich bereits für die Freigabe der Eizellenspende ausgesprochen. Im Koalitionsvertrag gibt es dazu keine Regelung. 2024 hatte eine von der damaligen Ampel-Regierung eingesetzte Kommission unter bestimmten Voraussetzungen für eine Legalisierung der Eizellenspende plädiert.