Damit würden sich "für Syrerinnen und Syrer in Europa und für deutsche Unternehmen neue Chancen eröffnen", betonte der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Auch al-Scharaa scheine "an einer engeren Partnerschaft" mit Deutschland gelegen.
"Natürlich interessiert die Bundesregierung al-Scharaas Plan, wie der Frieden mit den Kurden seines Landes weiter ausgestaltet wird", sagte Hardt. "Dazu braucht es glaubwürdige Schritte in Damaskus, die Menschenrechte und kulturelle Vielfalt respektieren. Ohne echte Mitbestimmung der unterschiedlichen ethnischen Gruppen und der Frauen wird al-Scharaa seine Ziele nie erreichen können. Wenn al-Scharaa in diese Richtung geht, verdient er Unterstützung."
Al-Scharaa wird am Montag in Berlin empfangen. Er trifft dort zunächst Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und dann Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Der Übergangspräsident war bereits im Januar in Deutschland erwartet worden, der Besuch wurde aber kurzfristig von der syrischen Seite verschoben.