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Deutsche Islamkonferenz: Innenminister Friedrich wirbt für Sicherheitspartnerschaft

Zum Auftakt der Deutschen Islamkonferenz hat sich Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich für eine Sicherheitspartnerschaft mit den Islam-Verbänden ausgesprochen.

Zum Auftakt der Deutschen Islamkonferenz (DIK) hat Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) für eine intensivere Zusammenarbeit zwischen Muslimen und den Sicherheitsbehörden in Deutschland geworben. "Wir wollen gemeinsam mit den Muslimen einer breiten Öffentlichkeit deutlich machen, dass wir im Rahmen einer Sicherheitspartnerschaft gegen islamistischen Extremismus und für mehr Sicherheit eintreten", sagte Friedrich am Dienstag in Berlin. Im Rahmen dieser Sicherheitspartnerschaft sollten Maßnahmen gegen Radikalisierung, Gewalt und Extremismus erörtert werden.

Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralverbands der Muslime (ZMD), kritisierte die Position. "Er darf auf keinen Fall Integrationspolitik mit Sicherheitspolitik vermengen", sagte Mazyek am Dienstag in Köln.

Die so genannte Sicherheitspartnerschaft ist eine eigenständige Initiative außerhalb der DIK. Friedrich plant noch im Mai einen "Präventionsgipfel" gegen islamistischen Extremismus. Anlass ist das jüngst auf dem Flughafen Frankfurt am Main verübte Attentat, bei dem ein in kurzer Zeit radikalisierter Muslim US-Soldaten getötet und verletzt hatte. Nach Informationen der Zeitung "Die Welt" vom Dienstag, die sich auf auf Quellen im Innenministerium berief, ist eine bundesweite Anti-Extremismus-Kampagne mit Broschüren und Plakaten unter dem Motto "Gemeinsam gegen Extremismus - gemeinsam für Sicherheit" geplant.

AFP / AFP