Die israelischen Streitkräfte hatten rund 20 Boote der Hilfsflotte am Donnerstag in internationalen Gewässern vor der griechischen Insel Kreta festgesetzt. Bei den anschließend nach Israel gebrachten Aktivisten handelt es sich um den Spanier Saif Abu Keshek und den Brasilianer Thiago Ávila.
Sie wurden in Israel zu einer Befragung an die Strafverfolgungsbehörden übergeben. Ihr Gewahrsam wurde am Sonntag um zwei Tage verlängert. Das israelische Außenministerium wirft beiden Aktivisten Verbindungen zur radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas vor.
Die ursprünglich insgesamt mehr als 50 Boote der Hilfsflotte waren in den vergangenen Wochen von Marseille in Frankreich, Barcelona in Spanien und Syrakus auf der italienischen Insel Sizilien ausgelaufen, um nach eigenen Angaben Hilfsgüter in den vom Gaza-Krieg weitgehend zerstörten Gazastreifen zu bringen.
2025 hatte schon einmal eine Hilfsflotte versucht, in den Gazastreifen zu gelangen. Die Schiffe wurden damals von der israelischen Marine aufgebracht, die Besatzungsmitglieder wurden festgenommen und anschließend ausgewiesen. Schon damals hatte die italienische Justiz eine ähnliche Ermittlung gestartet.