Eigentlich sollte die Senkung der Energiesteuer zum 1. Mai für spürbare Entlastung bei den Spritpreisen sorgen. Doch offenbar wird der Tankrabatt von 17 Cent nicht vollständig an die Autofahrerinnen und Autofahrer weitergegeben, wie der ADAC kritisiert. So legten die Preise an den Zapfsäulen am Sonntag wieder zu, obwohl der Rohölpreis keinen Grund dafür gab. Zwar ist der Sprit durch den Tankrabatt im Schnitt günstiger geworden, doch eigentlich sollten die Preise noch viel stärker sinken. Die erneute Anhebung der Spritpreise durch die Mineralölkonzerne sei somit aus Sicht des Automobilclubs nicht gerechtfertigt.
Spritpreise sinken nicht genug
Laut ADAC waren Benzin und Diesel am Sonntag durch den Tankrabatt deutlich günstiger zu haben, als davor. So kostete ein Liter Super E10 im Schnitt 10,9 Cent weniger, als noch am Donnerstag, 30. April. Diesel war durchschnittlich um 11,1 Cent günstiger. Doch auch der Rohölpreis lag am Sonntag unter dem Preis vom Donnerstag. Somit hätten Benzin und Diesel eigentlich noch viel günstiger sein müssen. Für den ADAC bedeute dies, dass die Mineralölkonzerne den Tankrabatt von 17 Cent nicht vollständig an die Verbraucherinnen und Verbraucher weitergeben.
So sparen Sie Sprit und Geld
Auch mit dem Tankrabatt bleiben die Spritpreise auf einem hohen Niveau. Umso besser ist es, im Alltag den Kraftstoffverbrauch zu reduzieren. Etwa, indem Sie Ihre Fahrweise anpassen. Schalten Sie frühzeitig hoch und spät wieder herunter. Eine konstante Fahrweise bei rund 2.000 Umdrehungen pro Minute senkt den Spritverbrauch. Der Reifendruck spielt nicht nur bei der Sicherheit eine Rolle, sondern auch beim Spritverbrauch. Ein zu niedriger Reifendruck bedeutet auch einen hohen Spritverbrauch. Prüfen Sie, ob der Reifendruck den Angaben in der Tankklappe entspricht.
Seit der Einführung des sogenannten Österreich-Models am 1. April dürfen Tankstellen die Spritpreise nur noch einmal pro Tag um zwölf Uhr Mittags erhöhen. Preissenkungen sind jedoch beliebig oft möglich. Daraus ergibt sich laut einer Auswertung des ADAC ein Preismuster. Im Schnitt sind Benzin und Diesel immer kurz vor der Preiserhöhung um zwölf Uhr am günstigsten. Bereits im vorherigen Tagesverlauf wird Sprit im Schnitt kontinuierlich günstiger.