Unter den auf dem Kreuzfahrtschiff „MV Hondius“ gestorbenen Passagieren befindet sich auch ein Deutscher. Das gibt die Reederei Oceanwide Expeditions in einer Pressemitteilung bekannt. Auf dem Kreuzfahrtschiff war es zu einem tödlichen Ausbruch des Hantavirus gekommen.
Wie die Reederei mitteilt, ist der deutsche Staatsangehörige am 2. Mai an Bord gestorben. Damit war er das dritte und bisher letzte Todesopfer auf dem Schiff. Die Todesursache sei bisher noch ungeklärt, heißt es in der Presseerklärung.
Drei Todesopfer nach Hantavirus-Ausbruch
Bei den übrigen beiden Todesopfern handelte es sich nach Angaben der Reederei um ein Ehepaar aus den Niederlanden. Der Mann starb bereits am 11. April an Bord des Schiffes. Nachdem seine Ehefrau das Schiff verlassen hatte, erkrankte auch sie schwer und starb im Krankenhaus.
Ein britischer Passagier musste während der Kreuzfahrt medizinisch nach Südafrika evakuiert und in Johannesburg auf der Intensivstation behandelt werden. Laut Oceanwide Expeditions befindet er sich in einem kritischen, aber stabilen Zustand. Bei ihm wurde das Hantavirus nachgewiesen. Ob der Tod des niederländischen Ehepaares damit in Verbindung steht, ist noch nicht bestätigt.
Auch zwei Besatzungsmitglieder an Bord zeigen akute Atemwegssymptomen, einer davon schwer. Beide benötigen dringend medizinische Versorgung. Nach Angaben der Reederei ist auch bei ihnen noch nicht geklärt, ob sie am Hantavirus erkrankt sind.
Kreuzfahrtschiff liegt vor Kapverden
An Bord der „MV Hondius“ befinden sich 149 Personen aus 23 verschiedenen Nationen. Die Ursache für den Ausbruch ist weiterhin unklar. Das Schiff liegt vor Kapverden, die Behörden weigern sich jedoch, die Passagiere an Land zu lassen – „zum Schutz der kapverdischen Bevölkerung“, wie es heißt.
Das Hantavirus kann bei Menschen zu Fieber und schweren Atemwegserkrankungen führen. Häufig sind auch die Nieren betroffen. Schwere Verläufe können tödlich enden, kommen nach Informationen des Gesundheitsministeriums aber in Deutschland nur selten vor.
Quellen: Oceanwide Expeditions, Nachrichtenagenturen DPA und AFP
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