Merz wird bei seinem Antrittsbesuch in China von einer großen Wirtschaftsdelegation begleitet. Es sei in Peking auch für andere Unternehmen "ganz konkret" um neue Verträge gegangen, sagte der Kanzler. "Wir haben weitere Verträge in Aussicht, die geschlossen werden." Diese seien "aber noch nicht endgültig entschieden".
Konkrete Verträge seien "nicht der alleinige Grund" seiner Reise, betonte Merz. "Wir wollen insgesamt die Erfolgsgeschichte der Zusammenarbeit zwischen China und Deutschland fortsetzen." Dies geschehe aber nicht von allein. "Dafür braucht es zum Beispiel einen geregelten Zugang zu unseren Märkten. Der Wettbewerb zwischen den Unternehmen muss fair sein", mahnte Merz.
"Wir benötigen Transparenz, wir benötigen Verlässlichkeit" und es müssten "gemeinsam gesetzte Regeln" gelten, fuhr Merz fort. Er habe in seinen Gesprächen mit der chinesischen Führung darauf hingewiesen, "dass wir ein ziemliches Ungleichgewicht in der Handelsbilanz seit etwa zwei Jahren haben".
Diese Ungleichgewichte, "die vor allen Dingen aus Überkapazitäten in China entstanden sind", müssten abgebaut werden. "Wir wollen außerdem über Zugangsbeschränkungen und über Exportrestriktionen weiter sprechen", kündigte der Kanzler an.