Dem Hauptbeschuldigten wird vorgeworfen, seit 2020 mit weiteren Mittätern als Strohmänner oder Kuriere ein komplexes Netzwerk an sogenannten Scheinfirmen aufgebaut zu haben. Er habe Scheinrechnungen erstellt oder genutzt, um unter anderem Schwarzgeld zu kassieren und auf betrügerische Weise an Leasingfahrzeuge, Baumaterialien, Metalle, Baumaschinen und -fahrzeuge sowie Elektronikartikeln zu kommen. Die Waren sollen anschließend in Deutschland und im Ausland an Dritte verkauft worden sein.
Den noch nicht abschließend summierten Schaden aus den Betrugstaten beziffern die Ermittler auf rund 2,5 Millionen Euro. Der öffentlichen Hand entstand demnach ein mutmaßlicher Schaden in Höhe von rund 2,8 Millionen Euro. Seit 2023 wird unter Federführung der Staatsanwaltschaft Köln unter anderem wegen gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs, Unterschlagung, Schwarzarbeit und Geldwäsche ermittelt. Das Verfahren richtet sich gegen 25 Tatverdächtige.
Parallel zu dem Einsatz in Nordrhein-Westfalen wurden drei Durchsuchungsbeschlüsse in Bulgarien durch ausländische Behörden vollstreckt, die zur Festnahme von weiteren Beschuldigten führen sollten.