Schweitzer ist seit 2024 Ministerpräsident in Rheinland-Pfalz, wo im März die nächsten Landtagswahlen stattfinden. Ebenfalls im März wird in Baden-Württemberg gewählt. Im September folgen Wahlen in Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Umfragen zufolge könnte die AfD besonders in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt stark abschneiden; in beiden Ländern liegt sie in Umfragen mit großem Vorsprung vorn.
"Die tatsächliche Entscheidung darüber, wer vor Ort regieren soll, fällt dann aber oft anders aus", sagte Schweitzer und nannte als Beispiel unter anderem die Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen im September. "Die AfD hat dort aus meiner Sicht zu viele Stimmen bekommen, sie hat aber keinen einzigen großen Erfolg gefeiert", betonte Schweitzer.
Der SPD-Vizechef zeigte sich überzeugt, dass die CDU standhaft bleibt, sollte ihr die AfD nach der Wahl in Sachsen-Anhalt ein Angebot zur Regierungszusammenarbeit machen können. "Ich bin fest davon überzeugt, dass der Bundeskanzler den Fehler einer Zusammenarbeit mit der AfD nicht begehen wird", sagte Schweitzer. "Ich halte Friedrich Merz für völlig klar in der Sache und erwarte, dass er standfest bleibt", sagte Schweitzer mit Blick auf den Kanzler und CDU-Chef.