HOME

SPD-Abgeordnete wechselt zur Linkspartei: Rivalin von Doris Schröder-Köpf gibt auf

Nach 44 Jahren kehrt die niedersächsische SPD-Landtagsabgeordnete Sigrid Leuschner der Partei den Rücken - angesichts der vorstehenden Wahl eine Schelte für die Sozialdemokraten.

Die langjährige #link;http://www.spd-fraktion-niedersachsen.de/ueber-uns/abgeordnete/sigrid-leuschner/;niedersächsische SPD-Landtagsabgeordnete Sigrid Leuschner# wechselt wenige Tage vor der Landtagswahl zu den Linken. Entsprechende Medienberichte bestätigte am Montagabend ein Sprecher der Linken. Die 61-Jährige hatte ihren Wahlkreis in Hannover im vergangenen März in einer Kampfabstimmung an Doris Schröder-Köpf verloren, die Ehefrau von #link;http://www.stern.de/politik/deutschland/gerhard-schroeder-90248650t.html;Altkanzler Gerhard Schröder#. Damit wurde für Leuschner ein Wiedereinzug in den Landtag nach der Wahl am 20. Januar unmöglich.

Im NDR begründete Leuschner ihre Abkehr von der SPD mit dieser Personalentscheidung. Ein Grund für ihren Austritt seien die Umstände der Nominierung von Schröder-Köpf gewesen, sagte sie #link;http://www.haz.de/Nachrichten/Politik/Niedersachsen/Sigrid-Leuschner-verlaesst-die-SPD;der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" am Dienstag#. Die Abstimmung hatte in der SPD damals zu lebhaften Diskussionen geführt. Leuschner war seit 44 Jahren in der SPD.

"Ein Grund ist die Inhaltsleere in meiner bisherigen Partei, gegen die ich mich nicht mehr durchsetzen konnte", sagte die 61-Jährige der HAZ. Leuschner gehörte dem Landtag fast 19 Jahre lang an. Die Trennung von der SPD sei ihr nicht leicht gefallen, sie habe sich mehr Engagement der Partei für den Verbraucherschutz und für die Rechte der Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst gewünscht.

Und dann kam Doris

Meine Arbeit im Landtag ist getan, das war ich meinen Wählern schuldig", sagte sie dem NDR. Viele Jahre habe sie in ihrem und für ihren Wahlkreis gearbeitet. Dann sei Schröder-Köpf gekommen, "und auf einmal interessierte sich die Weltpresse".

Wenn einer rot-grünen Koalition der Regierungswechsel in Hannover gelingt, soll Schröder-Köpf als Integrationsbeauftragte der SPD in Niedersachsens Landtag einziehen.

steh/DPA / DPA