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Schockierender Fall in Berlin: Eingeparkter Autofahrer bepöbelte die Sanitäter: Kita-Kind erwacht aus Koma

Ein Junge, 18 Monate alt, verliert in einer Berliner Kindertagesstätte das Bewusstsein. Notruf. Der Rettungswagen parkt einen Autofahrer ein, dieser pöbelt wild. Während jetzt Ermittlungen gegen den Mann laufen, ist der kleine Junge aus dem Koma erwacht.

nachrichten deutschland - In Berlin hat ein pöbelnder Autofahrer den Einsatz eines Rettungsteams behindert (Symbolbild)

In Berlin hat ein pöbelnder Autofahrer den Einsatz eines Rettungsteams behindert (Symbolbild)

Vergangene Woche machte das Herzchen von Leonard, 18 Monate alt, plötzlich nicht mehr mit. Am Freitagvormittag brach der Junge in einer Kindertagesstätte in -Moabit zusammen. Kammerflimmern. Minuten später kämpften Retter in der Kita um sein Leben - und ihre Kollegen wurden draußen vor dem Gebäude von einem eingeparkten Autofahrer bepöbelt. "Verpisst euch, ich muss zur Arbeit!", soll er gerufen haben. Den Seitenspiegel des Rettungswagens soll der Mann zudem abgetreten haben. 

Der eineinhalb Jahre alte Leonard wurde nach dem Vorfall ins Berliner Virchow-Klinikum eingeliefert und in ein künstliches Koma versetzt. Am frühen Dienstagnachmittag wurde das Kind aus dem Koma geholt. Der Junge kämpft aktuell mit einer Lungenentzündung und den Restfolgen der Narkose. "Er ist nicht ansprechbar, aber hat zum Teil die Augen offen. Allerdings unkontrolliert. Und er bewegt Arme und Beine. Auch unkontrolliert", sagt sein Vater Thomas F. dem stern. Gegen die Lungenentzündung bekomme der Eineinhalbjährige Antibiotika und die Entzündung gehe immer weiter zurück. Die Ursache der Ohnmacht mit der Herzrhythmusstörung sei derzeit allerdings noch nicht bekannt. 

Mann attackiert Rettungswagen - Ermittlungen

"Wenn ich daran denke, wie brenzlig die Situation gewesen ist, wie es hätte ausgehen können, wenn die Rettungssanitäter nicht so besonnen gehandelt hätten - dem Randalierer aus dem Weg zu gehen, einfach ihren Job zu machen - dann weiß ich nicht, ob mein Sohn überlebt hätte", sagte Thomas F., im Gespräch mit RTL.

Über die Umstände seiner Rettung wurde deutschlandweit berichtet, der Fall sorgte für großes Aufsehen. Ein Foto von Leonard, das sein Vater am Tag des Vorfalls auf Facebook gestellt hatte, wurde über 2000 Mal geteilt. Ein kleiner, blonder Junge, auf einem gelben Kissen im Sand sitzend. "Das ist Leonard, unser Schatz", schrieb Thomas F. darüber. "Ich poste diese Bilder, damit jeder der einen Retter blockiert oder attackiert, sieht, dass es immer um Menschenleben geht. Etwas, was im Gegensatz zu materiellen Dingen, nicht ersetzbar ist."

Thomas F. hat gegen den Randalierer Anzeige erstattet. Er wirft ihm Behinderung von hilfeleistenden Personen vor, die Berliner Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung. 

pg

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