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"Wo ist Papa?": Mit diesem Buch lernen Kinder, dass es mehr gibt als nur "Vater, Mutter, Kind"

Eigentlich sollte jedes Kind wissen, dass es mehr Familien-Konzepte als "Vater, Mutter, Kind" gibt. Und doch wird in vielen Kitas und Schulen hauptsächlich das klassische Bild vermittelt. "Wo ist Papa?" ist das erste Kinderbuch, das zwölf verschiedene Konstellationen porträtiert.

Kinderbuch "Wo ist Papa?"

Das Kinderbuch "Wo ist Papa?" zeigt zwölf verschiedene Familien-Konzepte

Schwule Gazellen, die eine Schildkröte adoptieren, eine Wölfin, die Zwillinge durch eine Samenspende bekommt, Giraffen-Großeltern, die ihr Enkelkind großziehen. Das neue Kinderbuch "Wo ist Papa?" setzt sich für familiäre Vielfalt ein – denn in vielen Familien heißt es nicht "Vater, Mutter, Kind". Trotzdem wird in vielen Kindergärten und Schulen immer noch ein sehr hetero-normatives Familienbild vermittelt. In Spielen, Liedern und vor allem Büchern. 

Das störte auch Autorin Mirna Funk. "Als meine Tochter Etta sechs Monate alt war, haben sich ihr Vater und ich getrennt", erzählt sie in einem Video auf Kickstarter. Als sie andere unkonventionelle Familien-Konzepte in ihrem Umfeld beobachtete, realisierte sie, "dass das Glück von Kindern nichts mit dem Typ Familie zu tun hat, in dem sie leben."

Alle Familien sind perfekt, so wie sie sind

"Wo ist Papa?" sei das erste Kinderbuch, das zwölf verschiedene Familien-Konstellationen porträtiert – auch eine "klassische hetero-normative Familie". "Denn wir glauben: Alle Familien sind perfekt, so wie sie sind", schreibt Mirna auf Kickstarter. "Es gibt alleinerziehende Mütter und Väter, LGBT-Familien, Großeltern, nicht-biologische Eltern, polyamoröse Familienkonstellationen, Patch-Work und und und. Alle diese Modelle geben ihren Kindern die nötige Liebe und Aufmerksamkeit."

In dem Buch geht es um die Löwin Lena und ihre Tochter Ella, die sich auf die Suche nach Ellas Vater machen. Auf ihrer Reise durch elf Länder, treffen sie auf die unterschiedlichsten Konzepte von Familie. Es erscheint im Original auf Deutsch und wird in Englisch, Hebräisch und Französisch übersetzt. Die Illustrationen stammen von Maayan Sophia Weisstub. Für ihr Projekt sammeln die Frauen Geld durch Crowd-Funding, unter anderem um Lesungen zu organisieren, "damit so viele Kinder, wie möglich, die unterschiedlichen Strukturen einer Familie kennenlernen und begreifen, dass jedes Model genau richtig ist."

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