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Debatte um Islamismus an Schulen: Brandbrief von Lehrerin: "Schüler bestan­den darauf, dass Allah die Welt erschaf­fen hat und basta"

Mit einem anonymen Bericht schaltet sich eine Lehrerin aus dem Ruhrgebiet in die Debatte um Islamismus an deutschen Schulen ein. Sie berichtet von einem schlimmen Frauenbild und "völlig gehirngewaschenen" Schülern.

Unterricht in einer Schule (Symbolbild)

Unterricht in einer Schule (Symbolbild). Eine Lehrerin aus NRW schlägt ob der Zustände an ihrer Schule Alarm.

DPA

Ende März berichtete die "Berliner Zeitung" von religiösem Mobbing an einer Berliner Schule durch muslimische Schüler. Damals ging es unter anderem um ein siebenjähriges jüdisches Mädchen, das Mitschüler dem Bericht zufolge mit dem Tod bedrohten, weil es nicht an Allah glaubte. Der Berliner Psychologe und Islamismus-Experte Ahmad Mansour sah einen Anstieg des Mobbings aus religiösen und kulturellen Gründen an deutschen Schulen. "Mit der Radikalisierung von Jugendlichen hat sich auch ein bestimmtes Islamverständnis breit gemacht." Nun meldet sich auch eine Lehrerin aus dem Ruhrgebiet in der Debatte zu Wort und berichtet in der "Emma" anonym von den Zuständen an ihrer Schule.

Den Namen oder die Stadt ihrer nennt Andrea F. nicht. Ihre Vorwürfe sind daher schwer zu überprüfen, auch kann nicht die Schule angefragt werden. Ihre Äußerungen reihen sich aber ein in eine ganze Reihe von ähnlichen Wortmeldungen aus den vergangenen Wochen durch Eltern und Lehrer aus ganz Deutschland.

Bei der Schule im Ruhrgebiet, von der die Lehrerin in der "Emma" berichtet, handle es sich um eine der Kategorie "Standort 5". Das bedeute "bildungsfer­ne Elternhäuser, Eltern meist Hartz IV-Bezieher und oft nicht der deutschen Sprache mächtig, mit einem sehr hohen Anteil muslimischer Schülerinnen und Schüler". Und eben Letzere sorgten nach Ansicht der Lehrerin für massive Probleme an der Schule. Die Schüler der 5. bis 10. Klassen kämen "zum großen Teil völlig gehirngewaschen aus den umliegen­den Moscheen in den Unterricht". In manchen Klassen sei ein geordneter Ablauf kaum noch möglich und für die Lehrer dort gehe es nur noch darum, "die Horde einigermaßen zu bändigen, bis es gongt".

Schlimmes Frauenbild, Religion über Wissenschaft

Problematisch ist Lehrerin F. zufolge vor allem das Frauenbild der Jungen. "Sobald es darum geht, was Mädchen zuhause dürfen und was Jungs dürfen, sind wir wieder voll im Mittelalter." Dem Bericht zufolge würden die muslimischen Jungen damit prahlen, zu Prostituierten zu gehen, aber sehe ein muslimisches Mädchen einen Jungen auch nur an, sei sie sofort "die letzte Schlampe".

Die Lehrerin berichtet auch von "extrem großen Widerstand", als sie in einer 10. Klasse Weltentstehungstheorien durchnahm. "Wir hat­ten einen Film über Darwin und die Evolutionstheorie gesehen und der wurde geradezu ausgebuht. Die Schüler bestan­den darauf, dass Allah die Welt erschaf­fen hat und basta", schreibt sie. Als sie "vorsichtig dar­auf hingewiesen" habe, dass auch der Koran von Menschen gemacht und "daher kritisierbar" sei, habe der ganze Kurs getobt: "Nein, Allah hat Mohammed den Koran in die Feder dik­tiert! Und damit gilt er unveränderlich für alle Zeiten, ein für allemal in Stein gemeißelt, bis heute."

Muslimisches Schüler stellten Islam über Grundgesetz

Viele ihrer muslimischen Schüler würden den Islam als "beste Religion" sogar über das Grundgesetz stellen und dies auch offen zugeben. Das gelte ebenso "für die meisten muslimischen Schüler der Oberstufe bis hin zu den Abiturienten". Obwohl diese Haltung bei der Schulleitung bekannt sei, werde dies billigend in Kauf genommen, kritisiert die Lehrerin. Sie selbst aber sei "zum Gespräch zitiert" worden, weil sie gewagt hätte zu sagen, "dass der Islam wie jede andere Religion auch kritisierbar sei". 

Ohnehin beschwert sich die Lehrerin massiv über die Rahmenbedingungen für ihren Berufsstand: "Schulleiter sollten unbeschulbare Schülerinnen und Schüler viel schneller los werden und von der Schule verweisen können." Ihrer Meinung nach müsste es "viel härtere Sanktio­nen gegenüber unverschämten, respektlo­sen Schülern geben". Viele wollten sich gar nicht integrieren und zumindest eine Ausbildung machen. Das seien "ver­schwendete Ressourcen" von Lehrern und Schulen. "Der Maulkorb für Lehrer muss weg. Die Angst der Lehrer muss weg", schließt sie ihren Brandbrief.

fin