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"Keine Sorge, Papi": BBC-Moderatorin Rachael Bland starb an Krebs - so rührend tröstet ihr Sohn seinen Vater

BBC-Moderatorin Rachael Bland starb im September mit nur 40 Jahren an Krebs. Ihr Schicksal rührte ganz England zu Tränen. Nun spricht erstmals der Witwer über ihre letzten Tage - und darüber, wie er und der kleine Sohn des Paares mit dem Verlust umgehen.

Die BBC-Moderatorin Rachael Bland wurde lediglich 40 Jahre alt. Sie hinterlässt einen Ehemann und einen kleinen Sohn.

Die BBC-Moderatorin Rachael Bland wurde lediglich 40 Jahre alt. Sie hinterlässt einen Ehemann und einen kleinen Sohn.

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Über ihren Blog teilte Rachael Bland ihren letztlich vergeblichen Kampf gegen den Krebs mit der Welt. Die BBC-Moderatorin postete in den sozialen Netzwerken regelmäßig Updates zu ihrem Krankheitsverlauf und Geschichten aus ihrem Familienleben. Damit gab sie anderen Kranken Hoffnung und beeindruckte viele Leser bis zum Schluss durch ihre lockere und humorvolle Art, mit der sie ihrem tragischen Schicksal trotzte. Besondere Aufmerksamkeit erfuhr sie mit der Ankündigung, für ihren damals zweijährigen Sohn Freddie ein Buch zu schreiben, damit er sich später mal an seine Mutter erinnern würde, wenn sie nicht mehr da wäre. Im September starb Rachael. Sie wurde nur 40 Jahre alt. Nun spricht erstmals ihr Witwer in Rachaels ehemaliger Radiosendung über den schweren Verlust.

Rachael Bland: So geht es ihrer Familie

Steven Bland berichtet darin, wie sehr ihm der mittlerweile dreijährige Sohn Freddie dabei helfe, mit dem Tod Rachaels umzugehen. Dabei beschreibt er eine Szene: Nur wenige Tage nach Rachaels Ableben habe Steven mit seinem Sohn wegen etwas gemeckert und sei kurz darauf in Tränen ausgebrochen. Steven berichtet, dass er sich geärgert habe, weil er die Fassung verloren hatte. Das wäre ihm früher nicht so schnell passiert. Daraufhin habe sich Freddie zu ihm gesellt und gesagt: "Papi, mach Dir keine Sorgen, jetzt sind es nur noch wir beide. Aber, alles wird gut."

Freddie ist laut Steven "einfach noch zu jung, um auch nur auf einer grundlegenden Ebene zu verstehen, was passiert ist". Dafür sei sein Sohn "voller Energie, voller Freude, voller Lebenslust". Das sei auch gut für Steven selbst, weil Freddie ihn so beschäftigt halte. "Du kannst ihn nicht ansehen, ohne Rachael zu sehen. Also habe ich auch immer ein kleines Stück von ihr um mich herum." 

"Wir wussten nicht, wie hart und fordernd es wird"

Zu der Zeit im September sagt Steven, weder er noch seine Frau hätten geahnt, wie kräftezehrend die letzten Phase ihres Sterbens sein würde. Die Tage kurz vor und nach ihrem Tod seien "unvorstellbar" gewesen. Er habe sich nicht ausmalen können, was mit ihrem Körper passieren würde, "als sie immer kränker" wurde. "Ich hatte nicht das Gefühl, dass irgendjemand uns erklärt hatte, wir hart und fordernd diese letzten vier, fünf Tage sein würden." Rückblickend glaubt Steven, dass Rachael womöglich gewollt hätte, in einem Hospiz zu sterben, wenn sie gewusst hätte, was da auf sie und auf ihn zukommt.

Steven beschreibt auch, welche Probleme er damit habe, Rachael so in Erinnerung zu behalten, wie sie für ihn war. "Meine Rachael war nicht die Rachael auf dem Podcast, nicht die Rachael im Fernsehen, nicht die Rachael im Radio", sagte er. "Meine Rachael war die, die neben mir auf dem Sofa saß und sich mit mir Schund im TV angeschaut hat." 

Von den Moderatorinnen der Radiosendung gefragt, wie es ihm gehe, seit seine Frau tot ist, sagt Steven: "Mir geht es Okay. Gute Tage und schlechte Tage, wie ihr euch vorstellen könnt. Viele Herausforderungen. Du kannst nicht wirklich wissen, wie du auf so etwas reagieren wirst."

Quellen: Rachael Blands Blog/ BBC/ BBC Radio

fin
Themen in diesem Artikel
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?