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Für Youtube: Sadistische Eltern quälen ihre Kinder und nennen es "Streiche spielen"

Für vermeintlich lustige Youtube-Videos hat ein amerikanisches Paar seinen Kindern Psychoterror und physische Gewalt angetan. Alles Betteln, damit aufzuhören, half nichts. Nun wurde den Eltern das Sorgerecht entzogen.

Cody sitzt verzweifelt in der Badewanne

Total verzweifelt ist Cody in die Badewanne geflüchtet. Seine Eltern haben ihm gerade gesagt, dass er zu Adoptiveltern ziehen wird. Nun soll er sein Spielzeug einpacken. Alles für einen "Witz", der dann bei Youtube veröffentlicht wird.

"Du lässt mich all das durchmachen, nur für einen Streich?", fragt Cody seinen Vater Mike Martin, denn er versteht die Welt nicht mehr. Martin rennt hinter ihm die Treppen hoch, nachdem er seinem Sohn gesagt hatte, dass er zu Adoptiveltern ziehen müsste. Und falls er noch ein bisschen Spielzeug dafür einpacken wolle, sei das nun der rechte Zeitpunkt. "Ich will nicht weg", weint der Junge, rennt ins Bad und versteckt sich in der Badewanne. Er hält sich die Augen zu und ruft: "Sonst bringe ich mich um!"

Allein diese kurze Sequenz, bei der Martin keine Hemmungen hatte, sie auf seinem Youtube-Kanal "DaddyOFive" zu veröffentlichen, lassen den Zuschauer voller Entsetzen und Mitgefühl für den gequälten Jungen zurück. Die Szene ist nur eine aus einer ganzen Sammlung an "Streichen", denen vor allem die beiden jüngsten Kinder der Familie, Cody und Emma, ausgesetzt waren. Für ein "lustiges" Youtube-Video haben die Eltern aus Baltimore, Maryland, alle Register gezogen. Ohne Rücksicht. Nur für die Klicks. Doch damit ist nun Schluss: Der "Vater von Fünfen" verlor das Sorgerecht für die Jüngsten, die derzeit wieder bei ihrer leiblichen Mutter leben. Sämtliche Videos auf dem Kanal wurden gelöscht – bis auf eins: die späte Reue der Eltern, ebenfalls als Film verarbeitet und der Öffentlichkeit präsentiert.


Wenn Youtube wichtiger wird als die Familie

Glaubwürdig klingt ihre plötzliche Einsicht nur bedingt, wenn man zuvor gesehen hat, mit welch akribischer Vorfreude und Hinterlist die "Streiche" – insbesondere gegen den jungen Cody – geplant worden waren. In einem etwa, Codys Teppichboden hatte gerade teuer gereinigt werden müssen, spritzt die Mutter den Boden erneut voll. Mit einer Spezialtinte, die offenbar später wieder unsichtbar werden soll. Kaum ist sie damit fertig, brüllt sie los und rastet aus. Cody läuft in sein Zimmer, blickt entsetzt auf den Boden und beteuert seine Unschuld. Es nützt nichts: Beide Eltern entladen ihren "Zorn", der Vater filmt. Kindesmisshandlung durch Psychoterror. 

In einer Online-Petition wird um eine Überprüfung des "DaddyOFive"-Youtube-Kanals gebeten. Kapp 20.000 Menschen haben die Petition bereits gezeichnet.

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Themen in diesem Artikel
Kindesunterhalt für volljähriges Kind ohne Zielstrebigkeit
Mein Kind ist 19 Jahre alt und lebt im Haushalt der Mutter. Es hat im Juli 2017 seine Schule nach der 10. Klasse dann mit Hauptschulabschluss verlassen. Danach wollte es auf einer Berfsfachschule Einzelhandel seinen Realschulabschluss nachholen (2 Jahre). Es besuchte die Schule im ersten Halbjahr nicht wirklich regelmäßig und im zweiten Halbjahr dann so gut wie gar nicht mehr. (zum Ende hin, ist es gar nicht mehr zur Schule gegangen) Das notwendige zweite Jahr ging es dann gar nicht mehr an. Stattdessen hat es sich für ein freiwilliges Soziales Jahr beworben und geht hier mehr oder weniger regelmäßig hin. Nun möchte es das FSJ abbrechen und wieder seinen Realschulabschluss nachholen. Dies soll in Vollzeit an der Volkshochschule geschehen. Zwischendurch ist immer wieder die Rede von verschiedenen Ausbildungen. Ein wirkliches Konzept, oder Interesse ist aber auch hier nicht erkennbar. Mal kommt es mit dem Berufswunsch Tierarzthelfer/In, mal mit Immobilienkaufmann/-Frau, oder Ähnlichem. Informationen über freie Stellen, oder Inhalte des Berufs und der Ausbildung können nicht genannt werden. Bei laufenden Bewerbungen am Ball zu bleiben liegt ihm auch nicht wirklich. Hab die Bewerbung ja hingeschickt, damit soll es dann auch gut sein. Langsam drängt sich mir der Verdacht auf, es sucht sich den bequemsten Weg heraus und verlässt sich auf meine nicht unerheblichen Unterhaltszahlungen. Frei nach dem Motto: Was soll ich mich kümmern, Väterchen muss ja zahlen, solange ich Schule oder Ausbildung mache. Um meinem Kind Anreize zu geben, endlich Zielstrebigkeit zu entwickeln, habe ich schon über die Kürzung bzw. Einstellung des Unterhals nachgedacht. Wie verhält sich das rechtlich, bzw. was kann ich tun?