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Noch Fragen?

Frage Nummer 3000123516 Gast

Krankmeldung

Habe morgen einen Termin bei meinem Arbeigeber wo es wahrscheinlich um einen Aufhebungsvetrag geht.
Bin seit heute krankgeschrieben , muss ich bei dem Termin erscheinen?
Antworten (18)
ing793
außer sterben und aufs Klo fällt mir wenig ein, was man "muss".
Man sollte sich nur über die Konsequenzen im klaren sein.

Du bist krankgeschrieben, weswegen auch immer. Kein Mensch erwartet, dass Du im Betrieb auftauchst. Du solltest nur rechtzeitig mit Verweis auf die Krankheit absagen.

Du "darfst" natürlich trotzdem den Termin wahrnehmen, wenn Dich die Krankheit daran nicht hindert (z.B. kann man bei einem verstauchten Handgelenk keine Ziegel mehr schleppen, aber ein Gespräch am Schreibtisch wäre möglich).
Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Ich würde so schnell wie möglich wissen wollen, ob und unter welchen Umständen es um eine Vertragsauflösung geht.
Je mehr Zeit ungenutzt verstreicht, desto weniger bleibt Dir zum reagieren.
Deho
Du hast vom Arzt keine Krankmeldung bekommen, sondern eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung. Ob Du damit einen Gesprächstermin wahrnehmen kannst, ist Deine Entscheidung. Also entscheide Dich richtig.
derkai
Normalerweise reicht eine Krankmeldung wenn der Grund dich auch wirklich darin hindert. Ein gebrochener Arm sollte da nicht ausreichen. Wenn du wirklich krank bist, sollte das zu vertreten sein
dschinn
Gast redet von Aufhebungsvetrag, ich kaufe mal noch ein r und sage, dass hier die Dingens am dampfen ist.

Ob Gast da noch erscheint oder nicht, wird am Ende nix ändern.
Gast kann maximal mit eventuellen Infos von eventuellen Mitkollegin* rechnen, ob das die theoretische Verhandlungsposition stärkt, wage ich zu bezweifeln.

Also Krankheit aussitzen, und/oder auch eine "Einigung" treffen mit dem bald Ex-Arbeitgeber... und aus die Maus.

N.B.
zwei Bemerkungen

1 Die Frage war wohl (wenn nicht Fake) zu knapp eingestellt, der Termin ist eh überschritten?

2 Es dünkt mich übel, dass es Leute gibt, die ihre Rechte (ja, und auch Pflichten) nicht kennen... und solche Grundlagen wie Krankschreibung gehören einfach dazu für mich
Jo-Schu-1978
Für dich zu spät, aber vielleicht für den nächsten der eine Antwort auf die Fragestellung sucht:

Grundsätzlich ist man bei tatsächlicher Arbeitsunfähigkeit nicht verpflichtet an einem Personalgespräch teilzunehmen.

Maßgeblich ist aber die tatsächliche Arbeitsunfähigkeit. Bei dem Ausgangspost würde ich als Personalsachbearbeiter doch starke Zweifel daran äußern. Und was viele nicht wissen: Sobald die Arbeitsunfähigkeit vorbei ist, ist man verpflichtet wieder zu arbeiten. Selbst wenn der gelbe Schein länger gültig ist.

Ungeachtet der rechtlichen Lage stellt sich aber die Frage, was man durchAbsage des Termins erreichen kann bzw.will
dschinn
>tatsächlicher Arbeitsunfähigkeit

Jetzt wird es spannend.
Wenn jemand eine Krankschreibung "hat", gibt es da verschiedene Status?
Erzähl mal... was gibt es denn noch außer "tatsächliche"?
Alienne
dschinn, das soll heißen, wenn dein Doc dich 1 Woche krank schreibt, du dich aber nach 3 Tagen wieder fit = arbeitsfähig fühlst, sollst du wieder arbeiten gehen. Das zu beurteilen, obliegt dir selbst. Hat natürlich was mit der Kombination aus Erkrankung und Anforderung im Job zu tun.
Die Bescheinigung = der gelbe Schein selbst hat nicht mehrere Stati, sondern ggf. deine Erkrankung :-)
dschinn
Danke für die Erklärung.
Hatte ich so nicht gesehen.
DerDoofe
Und wenn du dann trotz einer AU-Feststellung des Arztes arbeiten gehst, solltest du tunlichst keinen Arbeitsunfall haben. Die Berufsgenossenschaft spricht dann von grober Fahrlässigkeit und verweigert jede Zahlung. Egal, wie gesund du dich gefühlt hast.
Alienne
Ja, DerDoofe, das ist auch mein Kenntnisstand und sollte mit erwähnt werden, wenn man wie Jo-Schu-1978 sagt, man sei verpflichtet, bei "Gesundfühlen" wieder arbeiten zu gehen. Man kann sich so entscheiden, aber man ist nicht verpflichtet und der Hinweis auf die BG sollte einen an's Überlegen bringen, wenn man z.B. Dachdecker ist und vor Ablauf der AU arbeiten geht, weil der Schwindel ja schon fast wieder weg ist ...
Fakt ist aber auch, dass man zu einem Gespräch gehen kann, wenn man nicht bettlägerig krankgeschrieben ist und sich dafür gut genug fühlt.
wokk
Und ich dachte immer, dass es Statüsse heisst . . .
Skorti
War das nicht Stateen?
dschinn
Die Falle war absichtlich gelegt, ich gebe es zu.
wokk
Pass bloss auf, dass dich nicht der Dudentalliban holt! ;-)
ing793
@derdoofe & Alienne:
Das ist ein zwar ein hartnäckiges Gerücht, wird durch ständige Wiederholung aber auch nicht richtiger!

Der gelbe Zettel ist eine "Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung", deren Dauer der Arzt nach bestem Wissen abschätzt, aber kein Arbeitsverbot.

Wer sich gesund fühlt, darf arbeiten und selbstverständlich gelten alle Arbeitnehmerversicherungen uneingeschränkt, von der KK bis zur BG.
Der AG sollte im Rahmen seiner Fürsorgepflicht prüfen, ob der Mitarbeiter tatsächlich arbeiten kann und kann die frühzeitge Rückkehr an den Arbeitsplatz ggfs. untersagen.
Und schließlich, wenn sich herausstellt, dass sich der MA überschätzt hat, darf er auch wieder nach Hause gehen und den Rest der AU absitzen (0der -liegen?).
Jo-Schu-1978
Ich denke der Mythos mit dem nicht versichert sein, hat sich ja schon geklärt. Ausnahmen bestätigen die Regel, beispielsweise bei Einnahme von Medikamenten, die die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen. Aber ich denke jedem sollte es klar sein. Und falls nicht steht es nochmal im Beipackzettel....

Ansonsten zum Thema tatsächliche Arbeitsunfähigkeit....wer nen gelben Schein will bekommt ihn. Deswegen gibt es ja für AG die Möglichkeit eine solche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung durch die Krankenkasse prüfen zu lassen. Habe ich selbst schon mehrfach durchführen lassen. Und das kann dann auch schon Mal mit einer außerordentlichen Kündigung enden.

Deswegen der Hinweis tatsächliche Arbeitsunfähigkeit.
dschinn
Hahahahaha

ICH WUSSTE ES

Alienne hat ja noch versucht den Quatsch von Jo-Schu-1978 schön zu reden, aber nun legt der Herr noch ne Kohle nach...

Das möchte ich sehen, dass die KK mal eben springt wenn du jede Woche den Finger hebst und das diese eine gutachtliche Stellungnahme beim Medizinischen Dienst einholt für eine einwöchige Krankschreibung und dir dann noch Gründe liefert für eine fristlose Kündigung und das dann bereits mehrmals?

Du bist ja ein ganz großer Held, ein ganz toller Arbeitgeber!
Da möchte bestimmt JEDER bei dir arbeiten.

Nur der Form halber hier was zum schmökern...

https://www.haufe.de/sozialwesen/leistungen-sozialversicherung/arbeitsunfaehigkeit-und-entgeltfortzahlung/zweifel-an-bestehender-arbeitsunfaehigkeit_242_89832.html
Jo-Schu-1978
Lesen und verstehen sind eben doch zwei verschiedene Dinge. Nein ich Frage selbstverständlich nicht jede Woche beim MDK an, denn wie du ja in deinem Link selbst lesen kannst, erfordert das eine vernünftige Begründung. Und tatsächlich gehe ich ungeprüft davon aus dass das Gros der Arbeitnehmer krank ist, wenn Sie sich krank melden. Genau die sollen sich auch auskurieren. Und da gibt es dann ebenauch den Fall, dass man jemanden nach Hause schickt.

Aber es gibt eben auch so Fälle, da entstehen erhebliche Zweifel. Und wenn dann der MDK feststellt, dass die Zweifel berechtigt sind/waren sprechen wir nicht mehr von kranken Mitarbeitern sondern schlichtweg von Betrügern.