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Noch Fragen?

Frage Nummer 3000091268 Gast

Mietrecht: Kündigung wegen Eigenbedarf?

Wo bekommt man eine erstmalige kostenlose Auskunft von einem Fachanwalt für Mietrecht ?
Wir wurden wegen Eigenbedarf nach 14 Jahren gekündigt.
Kann uns bitte jemand helfen ?
Antworten (17)
Discoverer
Ein Fachanwalt hat nicht nur das Jura-Studium absolviert, sondern auch noch zusätzlich Kurse, Arbeit und Geld investiert, um den Fachanwaltstitel zu erwerben, außerdem arbeitet er als Selbständiger und muss für die Räume, in denen er arbeitet, Miete usw. bezahlen, nicht zu vergessen natürlich die Gehälter seiner Angestellten.
Wieso verlangen Sie von jemandem mit einer guten Ausbildung, dass er mal eben kostenlos arbeitet? Sie möchten doch auch eine qualifizierte Auskunft, ansonsten könnten Sie beispielsweise einfach Google fragen...
Um Ihnen vernünftig weiterhelfen zu können, muss ein Anwalt Ihre Situation und die Ihres Vermieters sowie das Kündigungsschreiben prüfen, denn eine Eigenbedarfskündigung kann rechtens sein, muss es aber nicht. Wenn Sie wirklich daran interessiert sind, Ihre Situation zu klären, sollten Sie das Geld investieren, ein Umzug ist auf jeden Fall teurer.
Kleiner Tipp: Besprechen Sie die Kosten für die Erstberatung bereits vorab mit dem Anwalt bzw. seinem Büro, dann wissen Sie, was auf Sie zukommt.
wokk
Du solltest auch beachten, dass das Verhältnis mit deinem Vermieter nach der Auseinandersetzung zerrüttet ist.
Er wird versuchen, dir aus allen Dingen einen Strick zu drehen!
Swan
wokk,
wie kommst du zu der Auffassung, es hätte eine Auseinandersetzung gegeben?
Und dass das Verhältnis zwischen Vermieter und Mieter danach zerrüttet wäre?

Es gibt kein Anzeichen für eine Auseinandersetzung und damit ist deine Annahme einer Zerrüttung ebenso unfundierte Spekulation wie die Auseinandersetzung selbst.

Nicht jeder ist ein Hitzkopf so wie du und unterstellt Leuten ein Benehmen, wie du es hier aufführst.
Swan
Discoverer,
ist die »kostenlose Erstberatung«, mit denen einige Anwälte werben, nicht jene Beratung, bei der über die Kosten aufgeklärt wird?
Das geht sehr effizient per Telefon oder E-Mail, und dafür ist die RA Gehilfin zuständig.
StechusKaktus
Eigentlich ganz einfach. Du suchst die einen Anwalt, machst kurzfristig einen Termin mit ihm/ihr aus und besuchst ihn/sie in seinem/ihrem Büro. Dann schilderst du den Fall und bringst auch das Kündigungsschreiben mit.
Danach frage ob er/sie an deiner Stelle in einen Rechtsstreit gehen würde und welche Möglichkeiten du hast, den Wohnungswechsel für dich erträglicher zu gestalten (Frist, Abfindung, etc.) Und mit diesen Infos entscheidest du, ob du den Anwalt mandatierst oder selbst die Korrespondenz mit deinem Vermieter führst.
Discoverer
Swan,

in der kostenlosen Erstberatung, die einige Anwälte anbieten, wird über die möglichen Kosten eines kompletten Verfahrens aufgeklärt. Detaillierte Auskunft bekommt man selten, weil der Anwalt sich dazu den Fall genau ansehen muss.
Die Kosten für eine Erstberatung muss man im Vorfeld beim Vereinbaren des Termins absprechen, sonst liegt möglicherweise irgendwann eine hohe Rechnung im Briefkasten.

Schlauer wäre es, zum Miterschutzbund zu gehen und dort Mitglied zu werden. Die Leute dort beraten kompetent und erteilen einem gute Auskünfte. Nur kommt dieser Schritt zu spät für die Rechtsschutzversicherung, die man über den Miterschutzbund hat, diese greift erst nach 3 Monaten und der Fall ist jetzt ja bereits da.
Swan
Discoverer,
wir beide haben die gleiche Idee, was eine Beratung angeht. Jeder RA lebt von Beratungen, und wenn er/sie nur kostenlose Erstberatungen abhält, kann er/sie schon nach 6 Monaten die Miete nicht mehr bezahlen, wie du bereits in deinem ersten Beitrag ausführlich geschildert hast.

Du schriebst »Die Kosten für eine Erstberatung muss man im Vorfeld beim Vereinbaren des Termins absprechen.«

So ist es.

Der Gast will aber etwas umsonst. Und zwar eine Beratung.

Es gibt nichts umsonst.
rudixxx
Umsonst ist nur der Tod.
Alien13
rudixxx, und ein Ei aus dem Konsum. Der Tod kann mal verflixt teuer werden in unserer Gesellschaft, mach dich mal schlau und lege besser ausreichend Kohle auf die Seite, insbesondere, wenn du Zweifel hast, dass andere Leute Lust haben könnten, das für dich auszugeben ...
Cordelier
Meine Sterbeversicherung reicht aus um mir als Heide neben dem Heide Acker eine Gruft zu bauen die als Wallfahrtsort genutzt werden wird und jeden Sonntag eine Kapelle spielt.

Ihr seid schon mal eingeladen mir zu huldigen. Kerzen und reichhaltigen Blumenschmuck nicht vergessen!
bh_roth
Den Tipp mit dem Mieterschutzbund finde ich sinnbefreit, denn die Kosten für eine Mitgliedschaft liegt im Bereich der Kosten für eine Rechtsschutzversicherung, mit dem Unterschied, dass die Rechtsschutzversicherung für einen breiten Bereich eintritt, der Mieterschutzbund jedoch nur für die Belange von Mietern.
Für einen Rechtsstreit ist das aber in beiden Fällen zu spät (wie schon genannt), wegen der Sperrfristen, aber auch hier habe ich mit einer Rechtsschutzversicherung einen Vorteil, weil ich - zumindest ist das bei meiner Rechtsschutzversicherung so - jederzeit zu einem beliebigen Fall, der auch in der Zeit liegen kann, in der die Versicherung noch nicht bestand) eine kostenlose telefonische Anwaltshotline kontaktieren kann, und mir da den Rat eines Fachanwalts einholen kann.
goldmarie
1. Falls es schlichtweg an finanziellen Mitteln für den Anwalt fehlt: Beratungshilfeschein beim zuständigen AG beantragen, dabei Einkommen nachweisen einschließlich etwaiger finanzieller Belastungen.
Mit Beratungshilfeschein beträgt der Eigenanteil bei der Anwaltsberatung € 15,00.

2. Ist das Einkommen nicht das Problem: Erstberatung vereinbaren - Kosten sind dabei gedeckelt auf € 190,00 + Mehrwertsteuer.
Eine rechtliche kostenlose Prüfung wird in der Regel kein seriöser Anwalt übernehmen - schließlich trägt er das Haftungsrisiko für seine Auskunft.
PaxVobisCum
Wie sieht's denn mit dem Rechtsmpfinden aus, dass der Vermieter SEINE Wohnung für SICH nutzen will? Das ist genau so als ob ich meinem Nachbarn meinen Rasenmäher für 5€ im Monat leihe und dann die Info bekomme dass er ihn nicht mehr hergeben will weil er ihn ja die letzten 5 Jahre genutzt hat.
StechusKaktus
@paxvobis
Es kommt hier auf dein Motiv an. Wenn du behauptest, du brauchst deinen Rasenmäher ab sofort für dich, du das Mietverhältnis aber nur deswegen aufgehoben haben willst, weil du den Rasenmäher für 7Euro an jemanden anders verleihen willst, dann hast du den Eigenbedarf nur vorgetäuscht. Und das ist bei Wohnungen verboten.
Und weil die Vortäuschung von Eigenbedarf häufig bei Wohnungen vorkommt, darf man die Motive hinterfragen.
elfigy
Da fällt mir der ketzerische Gedanke ein, ob nicht die Erzielung einer höheren Miete auch eine Art Eigenbedarf ist. z.B. wenn die Immobilie der Alterssicherung dient.
Rein theoretisch betrachtet.
elfigy
Aber die eigentliche Frage hat Discoverer kompetent beantwortet.
Coocoo
Eine Freundin von mir hatte das gleiche Problem, leider wird bei der Eigenbedarfskündigung nicht auf den Mieter geachtet, auch wenn er schon jahrelang Mieter ist https://www.eigenbedarfskuendigung.com/ du kannst dich ja hier mal informieren