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Frage Nummer 3000111887 Gast

Wie tretet man einer okkulten, satanischen Sekte bei?

Wie tretet man einer okkulten, satanischen Sekte bei? Bitte Seiten nennen! Danke!
Antworten (19)
elfigy
Am einfachsten schaust du mal persönlich im katholischen Pfarramt vorbei. Die glauben an einen leibhaftigen Teufel und sonst auch allerhand komisches Zeug.
Cheru
Und: Die katholische Kirche unterhält Beratungsstellen zu Sekten. Die wollen zwar vor den Sekten warnen, aber Du könntest ja unter dem Vorwand, einen durchgeknallten Verwandten auf den rechten Weg führen zu wollen, um umfassende Beratung zu den schlimmsten Sekten ersuchen.
Skorti
Wenn du sicher sein willst, das die Sekte okkult genug ist, gründe selber eine.

Dann kannst du die Riten und Regeln vorher selbst verfassen und sicherstellen, dass alles satanisch und okkult genug ist.

Aber sag ehrlich, würdest du dich in deiner Sekte aufnehmen?
wokk
Du kannst auch zu den Pfadfindern gehen und ganz tolle Sachen erleben!
Dorfdepp
@ Gast
einer Sekte tretet man nicht bei, man tritt in eine Sekte ein.

@ elfigy
Man kann auch in ein evangelisches Pfarrbüro gehen, die glauben nämlich dasselbe. Und Atheisten glauben auch manch wunderliche Dinge; die Auswahl ist somit größer als gedacht.
ing793
@dorfdepp: nein, tut mir leid - die Katholiken haben schon das Exklusivrecht unter den beiden großen christlichen Kirchen auf den leibhaftigen Teufel.
Offizielle Haltung der EKD ist, dass der Teufel in der Bibel als Sinnbild des Widerspruchs zu Gott dargestellt wird, es aber keinen sichtbaren und körperlich erfahrbaren Teufel gibt.
Die sind halt mir der Aufklärung schon einen Schritt weiter.
elfigy
In 30 Ländern arbeiten Exorzisten mit dem offiziellen Segen der kath. Kirche. Die katholische Universität Regina Apostolorum in Rom lädt zu Seminaren über Theorie und Praxis des Kampfes gegen das Böse ein. Anmeldung online, 300 Euro Kursgebühr plus 250 für die Übersetzung ins Englische;
Der Satan ist auch ein gutes Geschäft.
Aber wenn ich bedenke, was für Ängste und Pein diese Kirche ihren Gäubigen macht, bleibt mir das Lachen im Halse stecken.
Das gehört als gefährliche Körperverletzung an psychisch Kranken bestraft.
Dorfdepp
@ ing793

Jetzt wird es schwierig, auf welchem Level bewegt man sich? Wenn man der Meinung ist, dass die Bibel ohnehin nur ein Märchenbuch ist (ohne sie jemals gelesen zu haben, aber seit Angela Merkel wissen wir, dass man auch ein Buch beurteilen kann, ohne es zu kennen), dann könnte man an dieser Stelle aufhören.

Wenn man aber von dem ausgeht, was in der Bibel steht, gibt es den Teufel in personifizierter Form, z.B., als er Jesus in der Wüste in Versuchung führt. Wenn die EKD das anders sieht, ist das ihre Sache, bibelkonform ist es nicht. Auch den Exorzismus gibt es in der Bibel, Jesus und seine Apostel haben Dämonen ausgetrieben, also gibt es die demnach. Das sind Fakten in dem Sinne, wenn man davon ausgeht, was in der Bibel steht, und nur darum geht es hier. Ich will hier keinesfalls eine Glaubensdiskussion anzetteln, das wäre ohnehin sinnlos, sondern nur versuchen, gewisse Dinge aus meiner Sicht richtig zu stellen. Wem das Thema irgendwo vorbei geht, muss es ja nicht lesen.

Den Kirchen wird vorgeworfen, nicht Schritt mit dem Zeitgeist zu halten. Das ist nicht ihre Aufgabe, sonst hätten sie seinerzeit dem Treiben in Sodom und Gomorrha zustimmen müssen. Sie sollten allein dem verpflichtet sein, was in der Bibel steht. Dass das nicht immer gelungen ist, und auch heute nicht gelingt, wissen wir alle. Angst und Pein (elfigy) verbreiten die Kirchen nur, weil man auch Angst und Pein beim Lesen der Bibel bekommen kann (das können natürlich die, die sie nicht gelesen haben, nicht wissen), das ist keine Erfindung der Kirche. Allerdings wird auch Hoffnung verkündet, in Form der Weihnachts- und Osterbotschaft, und das tut die Kirche ebenfalls.

Das einzige Exklusivrecht, das ich der katholischen Kirche vorwerfe, ist, dass sie ihre selbst gemachten Dogmen auf die gleiche Stufe wie die Lehren der Bibel stellt. Das und ihre Kumpanei mit der weltlichen Macht und dem Geld haben ihr den Vorwurf eingebracht, die „Hure Babylon“ zu sein, und gegen diesen Vorwurf würde ich sie nicht einmal verteidigen wollen.
Cheru
"Angst und Pein (elfigy) verbreiten die Kirchen nur, weil man auch Angst und Pein beim Lesen der Bibel bekommen kann"

Ich möchte an dieser Stelle der guten Ordnung halber ergänzen, dass ich in der Vergangenheit auch eine gewisse Pein bei der Betreuung von Kindern durch christliche Kirchenfunktionäre erkennen konnte.
Dorfdepp
Cheru,

auch hatte ich erwähnt, dass die Kirche nicht immer ihrem Anspruch gerecht wird, aber das war eigentlich nicht das Thema. Natürlich kann man damit jede Diskussion beenden, viele tun das auch, aber meinem wissenschaftlichen Verständnis genügt das nicht.
Cheru
Dorfdepp, ich möchte gar nichts beenden. Es ist nur so, dass sich beim Lesen mein Gewissen geregt hat: Die Verbrechen an Kindern waren so entsetzlich, dass mir vor diesem Hintergrund Formulierungen wie "die Kirche nicht immer ihrem Anspruch gerecht wird" generell nicht angebracht erscheinen.

Im Übrigen hat unser Kardinal Woelki erst kürzlich wieder in einer Predigt seine vergleichbare Auffassung zum Ausdruck gebracht. Genau genommen hat er sogar viel schärfer formuliert.
Lempel
Ob die Bibel nun ein Schundroman ist oder ob irgend ein Gott Abraham (oder wer das war) zehn in Stein gemeißelte Gebote in seinen Rucksack gepackt hatte, oder nicht.

Was hätte Gutenberg denn sonst drucken sollen?
Er wusste, das Ding verkauft sich, und er hatte recht.
Der Erfolg einer der wichtigsten Erfindungen – ich nenne es mal den Buchdruck, obwohl es die Erfindung des beweglichen Bleibuchstabens war – wurde finanziell nur möglich, weil die Leute, die das Geld dazu hatten, dieses Buch kauften.

Und das, egal, ob da nun ein Teufel oder eine Jungfrau herumgeistern.

Gott grüß die Kunst.
Dorfdepp
Cheru,

wenn sich beim Lesen dein Gewissen geregt hat, ehrt dich das in einer gewissen Weise. Bisher gab es nur einen, der alle Schuld der Welt auf sich genommen hat, aber dieser Schuh ist mir zu groß. Mein Gewissen ist nur für meine Verfehlungen zuständig, nicht für die anderer Leute. Ich bin ein absoluter Gegner des Gedankens der Kollektivschuld, Schuld ist immer individuell.
Lempel
Dorfdepp,
was ist denn Schuld?
Die Katholiken haben es doch einfach. Wenn der Obolus in dem Beutel klingt, die Seele aus dem Fegefeuer springt, oder so ähnlich.
Sie brauchen nur zur Beichte zu gehen, und dann gibt es keine Schuld mehr.

Du glaubst doch wohl nicht, dass die katholischen Pfarrer, die tausende von Kindern vergewaltigt haben, eine Schuld verspüren?

Die Kinder wollten es so.
Lempel
Wenn das nicht satanisch ist, was denn dann?
Dorfdepp
@ Lempel

Es war mir natürlich klar, dass man ein solches Thema nicht wertfrei akademisch behandeln kann. Irgendein Trampel kommt immer daher, und wen wundert es, dass du es in diesem Fall warst?
ing793
@dorfdepp : ich stimme dir zu, dass es nicht die Aufgabe einer Kirche ist, dem Zeitgeist hinterher zu hecheln.
Allerdings kann man auch nicht den Stand von vor 2000 Jahren einfrieren. Es gibt noch einige, die das tun, man nennt sie Kretinisten, sorry, Kreationisten und sie glauben, dass die Erde 5000 Jahre alt ist und Gott die Welt in sechs Tagen geschaffen hat. Ich hoffe, Du stimmst mir zu, dass das nicht wortwörtlich sondern im übertragenen Sinne verstanden werden sollte. Das Gleiche lässt sich auch auf den leibhaftigen Teufel übertragen, ohne die Bibel als Märchenbuch zu verunglimpfen. Die Evangolen scheinen das zu tun, die Katholen brauchen noch etwas. Das ist keine Frage des kurzfristigen Zeitgeistes sondern eine Notwendigkeit des souveränen Umgangs mit der Entwicklung des Menschen.
Deho
@ ing793

Endich wird es etwas niveauvoller, ich danke dir.

Die Kreationisten können wir abhaken, die haben nicht verstanden, dass die Bibel oft in Bildern spricht und nicht immer ein wörtlich zu nehmendes Geschichtsbuch ist.

Was die Belange der heutigen Menschen und denen vor 2000 Jahren angeht, bin ich nicht ganz deiner Meinung. In vielen Dingen verhalten wir uns noch wie die Leute von damals, das lernen wir aus den Evangelien.
Dorfdepp
@ ing793

Zustimmung. Allerdings verbunden mit der Tatsache, dass die Ideen der Aufklärung die Religionen nicht überflüssig gemacht haben. Den Aufstand gegen Gott durchzieht das gesamte Alte Testament, das ist nicht neu. Nur weiß das kaum einer.