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"Kodak Theatre" verliert seine Bezeichung Oscars werden in namenloser Halle vergeben


Die Oscar-Verleihung findet wohl in einem namenlosen Gebäude statt. Das ruhmreiche "Kodak Theatre" darf nicht mehr so bezeichnet werden. Schuld ist die Insolvenz des Kameraherstellers. Ob die Theater-Betreiber noch rechtzeitig einen neuen Namen finden, ist offen.

Das berühmte "Kodak Theatre" in Los Angeles, in dem in gut einer Woche die Oscars verliehen werden, ist seinen Namen los. Das Konkursgericht in New York gewährte dem insolventen Kamera- und Filmhersteller Eastman Kodak am Mittwoch, aus einem Sponsor-Vertrag mit dem Theater-Betreiber CIM auszusteigen. Der von Kodak geforderte Bruch des Vertrags sei im "besten Interesse" der Schuldner und deren Geldgeber, befanden die Richter. Mit dem Segen des Gerichts wurde der Vertrag, der auch Grundlage für den Namen des Veranstaltungsortes war, mit sofortiger Wirkung aufgelöst.

Wie das "Kodak Theatre" nun bei der glamourösen Oscar-Gala am 26. Februar heißen wird, ist unklar. Die Entscheidung des Konkursgerichts überlässt es CIM, darüber zu entscheiden, ob die am Theater angebrachten Schilder von Kodak noch vor der Verleihung abgenommen werden oder nicht. Weder CIM noch die für die Oscars zuständige Akademie waren zunächst für eine Stellungnahme zu erreichen. Es gilt aber als unwahrscheinlich, dass der Betreiber noch bis zur Gala einen neuen Namensgeber und Sponsor findet.

Das "Kodak Theatre" mit mehr als 3300 Sitzplätzen ist seit März 2002 Schauplatz der Oscar-Verleihung. Eastman Kodak hatte den Siegeszug der Digitalfotografie verpasst und schreibt seit Jahren rote Zahlen. Deshalb meldete das Traditionsunternehmen Mitte Januar Konkurs an.

mlr/AFP AFP

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