Wissen Er kommt aus der Militärforschung und hat schon immer für Aufregung gesorgt: Die Geschichte des Sekundenklebers

Umweltaktivisten kleben sich an Fahrbahn fest
Umweltaktivisten der Gruppe "Letzte Generation" nutzen Sekundenkleber, um sich an der Fahrbahn festzukleben
© Robert Michael / Picture Alliance / DPA
Sekundenkleber galt lange Zeit als Wundermittel für Heimwerker und Reparateure. Doch seit sich die Aktivisten von "Last Generation" damit auf Straßen und an Gemälden festkleben, ist der "Super-Glue" in Verruf geraten. Zeit für eine Würdigung von Cyanacrylat, das ein Chemiker aus Versehen erfand und das sogar Leben retten kann.

Wie so oft in der Geschichte von Entdeckungen wollten sie es eigentlich wegwerfen. 1942 war das und der Chemiker Henry Coover, damals 25, hatte mit Kollegen nächtelang im Labor an dieser Substanz gerührt, aus der sie Ziel-Visiere für die Gewehre und Kanonen der US Army fertigen sollten. Doch das Zeug war störrisch, ließ sich nicht formen und klebte, kaum an der Luft, überall fest. Chemisch gesehen war es ein Acrylat, also die bindende Zutat, mit der man aus Farbpigmenten Farbe zum Streichen macht. Aber für Visiere völlig unbrauchbar, die Proben und die Formel landeten im Keller.

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