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"News of the World"-Skandal: Abhöraffäre gefährdet britischen Premier

Der Skandal um ein Boulevardblatt lässt die britische Politik beben: Zu nah steht die Regierung um David Cameron den Schmuddeljournalisten aus dem Medienreich Rupert Murdochs.

Von Carsten Heidböhmer

Es war die "breaking news" des gestrigen Tages: James Murdoch, Sohn des Medietycoons Rupert Murdoch, stellt die "News of the World" ein. Geradezu handstreichartig beerdigt er das seit 168 Jahren erscheinende Boulevardblatt, immerhin die mit einer gedruckten Auflage von 2,7 Millionen Exemplaren meistverkaufte Sonntagszeitung des Königreichs. Murdoch zog damit die Konsequenzen aus einem seit fünf Jahren schwelenden Abhörskandal, der inzwischen immer weitere Kreise zieht und bis in die Spitzen der britischen Gesellschaft hineinreicht.

Bereits 2006 wurden der Reporter Clive Goodman und der Privatdetektiv Glenn Mulcaire festgenommen und später verurteilt, weil sie die Telefone von Beratern des Königshauses abgehört haben. Im Januar dieses Jahres wurde bekannt, dass die Telefone mehrerer Prominenter, darunter der Schauspielerin Sienna Miller, angezapft wurden. Doch inzwischen geht die Polizei von 4000 Betroffenen aus. Auch Soldatenwitwen, Opfer von Terroranschlägen und Familien entführter Kinder sollen abgehört worden sein.

Cameron ordnet Untersuchung an

Für besondere Empörung sorgte der Fall eines entführten und getöteten Mädchens. Auf deren Handy-Mailbox sollen Reporter der Boulevardzeitung Nachrichten gelöscht haben, um Platz für neue zu schaffen. Das gab der Familie zeitweise die Hoffnung, das Mädchen lebe noch. Premierminister David Cameron zeigte sich am Mittwoch von solchen Fällen angewidert und ordnete eine öffentliche Untersuchung der Vorfälle an.

Doch schon längst ist der Skandal nicht mehr auf die "News of the World " beschränkt. Auch die Londoner Polizei soll involviert sein. Der "Evening Standard" berichtet, mehrere ranghohe Mitarbeiter hätten 100.000 Pfund an Bestechungsgeldern kassiert.

Und auch News International, der zu Rupert Murdochs Medienimperium gehörende Verlag, in dem die Zeitung erscheint, sieht in der Affäre nicht gut aus. Um einen Prozess zu vermeiden, zahlte der Verlag hohe Summen an die abgehörten Prominenten. Der Fußballfunktionär Gordon Taylor soll einem Bericht des "Guardian" zufolge vor einigen Jahren sogar 700.000 Pfund für sein Schweigen kassiert haben. Inzwischen hat James Murdoch eingestanden, dass diese Zahlungen ein Fehler waren, er habe damals kein vollständiges Bild vom Umfang der Affäre gehabt.

Kommt jetzt die "Sun on Sunday"?

Das glaubt nicht jeder im Verlag. Und auch der scheinbar konsequente Entschluss, die Zeitung einzustellen, wird von vielen Medienexperten auf der Insel kritisch gesehen. Schon seit langem wird gemunkelt, News International wolle die Redaktionen der wochentags erscheinenden "Sun" und des Sonntagsblattes "News of the World" verschmelzen. Es würde niemanden wundern, wenn in einer Woche erstmals die "Sun on Sunday" erscheinen würde. Auf diese Weise hätte Murdoch den Skandal als Deckmantel für eine ohnehin geplante Umstrukturierung genutzt. So sieht es jedenfalls der britische Justizminister Kenneth Clarke.

Und sogar der britische Premierminister David Cameron ist von der Affäre betroffen. Er hatte im Mai 2007 - damals noch Oppositionsführer - einen gewissen Andy Coulson zu seinem Kommunikationschef ernannt. Coulson war von 2003 bis 2007 Chefredakteur der "News of the World" und von diesem Amt gerade zurückgetreten, als Konsequenz aus dem royalen Abhörskandal. Gegenüber Cameron beteuerte er, nichts von den illegalen Praktiken in seiner Redaktion gewusst zu haben.

Cameron übernimmt die Verantwortung

Doch als die "New York Times" im September 2010 berichtete, dass Coulson durchaus von den Abhöraktionen gewusst habe, war er nicht mehr im Amt zu halten. Im Januar 2011 trat er zurück. Am heutigen Freitag ist er von der Polizei festgenommen worden.

Damit ist die Affäre ganz nah an den Regierungschef selbst herangerückt. Inzwischen behaupten die ersten Zeitungen, der Ministerpräsident habe von Coulsons Verstrickungen gewusst. Auf der heutigen Pressekonferenz beteuerte Cameron zwar seine Unschuld, übernahm aber auch die alleinige politische Verantwortung für die Verpflichtung Coulsons. Entschuldigt hat er sich jedoch nicht. Das fordert inzwischen die Opposition.

Inzwischen ist laut Medienberichten auch der frühere Königshausreporter der "News of the World", Clive Goodman, festgenommen worden. Goodman hatte bereits 2007 für einige Monate im Gefängnis gesessen.

David Cameron kündigte am Freitag an, die Presseaufsicht in Großbritannien umzubauen. Denn dass die illegalen Praktiken nur die "News of the World" betreffen, glaubt kaum einer. Es stehen andere Vorwürfe im Raum: Der frühere Londoner Bürgermeister Ken Livingstone behauptet etwa, sein Telefon sei von Reportern der "Daily Mail" oder der "Mail on Sunday" angezapft worden. Der britischen Gesellschaft steht zudem eine generelle Debatte über die enge Verflechtung von Medien und Politik bevor.

Livingston glaubt: "Das ist der Beginn eines Tsunamis von Enthüllungen." Wenn das stimmt, dann darf man gespannt sein, wen dieser Tsunami als nächstes mitreißt.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(