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"Oldschool Society" Bundesweite Razzia gegen rechtsextreme Terrorgruppe


Bei Razzien hat die Polizei vier Personen einer rechtsterroristischen Vereinigung festgenommen. Offenbar planten sie Anschläge auf Moscheen, Asylbewerberunterkünfte und namhafte Salafisten.

Die Bundesanwaltschaft hat bei einer bundesweiten Razzia vier mutmaßliche Rechtsextremisten wegen des Verdachts der Bildung einer terroristischen Vereinigung festgenommen. Die Deutschen, drei Männer und ein Frau im Alter von 22 bis 56 Jahren, sollen Anschläge auf Moscheen, Asylbewerberunterkünfte und namhafte Salafisten beabsichtigt haben, wie die Behörde in Karlsruhe mitteilte. Die vier Verdächtigen hatten für Anschläge bereits Sprengmittel mit "großer Sprengkraft" beschafft. Bei der Aktion in fünf Bundesländern wurden zudem Wohnungen von fünf weiteren Beschuldigten durchsucht.

Bei den Festgenommen handelt es sich um die beiden mutmaßlich führenden Köpfe der Vereinigung, den 56-jährigen "Präsidenten" Andreas H. und den 39-jährigen "Vizepräsidenten" Markus W. sowie um die 22-jährige Denise Vanessa G. und den 47-jährigen Olaf O.

Sie werden beschuldigt, sich zu der rechtsterroristischen Vereinigung "Oldschool Society" (OSS) zusammengeschlossen zu haben.

Nach den bisherigen Ermittlungen war es das Ziel der Vereinigung, Anschläge in Deutschland in kleineren Gruppierungen zu begehen. An den Durchsuchungen in Sachsen, Nordrhein-Westfalen, Bayern, Rheinland-Pfalz und Mecklenburg-Vorpommern waren insgesamt 250 Polizeibeamte beteiligt. Anlass für die bundesweite Aktion waren laut Bundesanwaltschaft "nachrichtendienstliche Erkenntnisse" der Verfassungsschutzbehörden des Bundes und der beteiligten Landesämter für Verfassungsschutz.

jek/AFP AFP

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