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14-jährige Laura Dekker: Hollands Solo-Skipperin verschiebt Weltumseglung

Aufgeschoben, aber nicht aufgehoben: Die 14-jährige Holländerin Laura Dekker verzichtet vorerst auf den Versuch, als jüngster Mensch allein die Welt zu umsegeln. Stattdessen will sie das laufende Schuljahr bestreiten. Noch ist allerdings fraglich, ob sie überhaupt starten dürfte.

Hollands Teenager-Skipperin Laura Dekker hat ihren Rekordversuch verschoben, als jüngster Mensch die Welt zu umsegeln. Sie wolle erst im kommenden Frühling starten und zunächst das noch laufende Schuljahr mitmachen, sagte die inzwischen 14- Jährige am Montagabend im Jugendjournal des niederländischen TV- Sender NOS.

Am selben Tag hatte sie an der letzten Anhörung vor einem Familiengericht teilgenommen, das noch in dieser Woche entscheiden will, ob es dem Mädchen die nicht ungefährliche Traumreise über die Weltmeere erlaubt. Laura und ihr Vater, der den Rekordversuch im Gegensatz zu ihrer Mutter unterstützt, rechnen fest damit, dass sie die Erlaubnis bekommt.

Erst kürzlich ist in Australien die 16-jährige Jessica Watson allein zu einer Weltumseglung aufgebrochen. Sie will die Tour in acht Monaten geschafft haben. Die Holländerin will sich hingegen fast zwei Jahre Zeit lassen, könnte dann bei der Ankunft aber immer noch die jüngste Weltumseglerin sein.

Laura Dekkers Tour entwickelt sich derweil immer mehr zu einem internationalen Medienereignis. Fernsehstationen hätten große Summen geboten, um die Tour streckenweise als Reality-Show live übertragen zu dürfen, berichteten niederländische Zeitungen.

Ihr Vorhaben hatte weltweit Aufsehen erregt, als sie im Sommer mit 13 Jahren allein in See stechen wollte. Ein Gericht in Utrecht untersagte das im letzten Moment. Zugleich bestellte es Psychologen und weitere Experten, die prüfen sollten, ob Laura so einen Segeltörn seelisch und körperlich schadlos überstehen könnte.

AP / AP
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?