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North Carolina 150.000 Dollar: Frau soll Corona-Darlehen bei Shoppingtour verprasst haben

Eine Tasche von Louis Vuitton
Für die Shoppingtour unter anderem bei Louis Vuitton könnte die 24-Jährige für bis zu 30 Jahre ins Gefängnis kommen
© Rick Gold / Picture Alliance
Fast 150.000 Dollar Corona-Hilfsgelder soll eine 24-Jährige aus North Carolina für Designer-Kleidung und Schmuck ausgegeben haben. Dabei existierte das Geschäft, für das sie das Darlehen bekommen hatte, gar nicht mehr.

Eine 24-jährige Frau aus dem US-Bundesstaat North Carolina soll die umgerechnet fast 124.000 Euro ihres Corona-Hilfsdarlehens für einen Luxus-Einkaufsbummel ausgegeben haben. Dabei hätte sie die staatliche Unterstützung niemals bekommen dürfen: Laut einer Erklärung der Staatsanwaltschaft hatte sie das Geld zur Rettung ihres Betriebs erhalten – allerdings sei der schon seit Monaten geschlossen.

Unternehmen bereits Monate zuvor aufgelöst

Der Erklärung zufolge hatte sie das Hilfspaket zur Rettung ihres Online-Einzelhandels für Kleidung beantragt. Medienberichten zufolge war das Darlehen Teil des "CARES Act", mit dem kleine Unternehmen unterstützt werden sollen. Gerade während der Pandemie sind viele Betriebe auf diese staatliche Finanzspritze angewiesen. Die "U.S. Small Business Administration" stellt auch in North Carolina Gelder für Unternehmen bereit, die "erheblichen wirtschaftlichen Schaden" erlitten haben, heißt es in einer Presseerklärung der Behörde.

Dazu habe die 24-Jährige falsche Einkommensangaben und Steuerunterlagen eingereicht – denn das Unternehmen, das sie 2019 gegründet habe, existiert laut Anklageschrift nicht mehr. In ihrem Hilfsantrag soll sie angegeben haben, dass der Betrieb in den zwölf Monaten vor Corona 350.000 Dollar eingenommen habe. Dem Antrag sei unter der Bedingung statt gegeben worden, die Hilfe in Höhe von 150.000 Dollar ausschließlich zur Linderung des wirtschaftlichen Schadens zu verwenden.

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Bis zu 30 Jahre Haft

Doch die Frau hatte offenbar anderes im Sinn: Laut Staatsanwaltschaft soll sie "die staatlichen Gelder für Einkäufe in zahlreichen Einzelhandelsgeschäften verwendet haben, darunter bei Nordstrom, Ikea, Neiman Marcus, Rooms To Go, Louis Vuitton, Best Buy und anderen Einzelhandelsgeschäften". Außerdem habe sie in mehreren Diamantengeschäften geshoppt.

Die Frau muss sich nun wegen zweifachen Betrugs vor Gericht verantworten. Medienberichten zufolge muss sie, sollte sie in beiden Punkten für schuldig erklärt werden, mit einer Gefängnisstrafe von bis zu 30 Jahren und einer Geldstrafe von 1,25 Millionen Dollar rechnen. Am Montag sei die 24-Jährige auf Kaution freigelassen worden.

Quellen: Staatsanwaltschaft Western District of North Carolina; "CNN"; "NBC News"

yks

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