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68 Jahre nach Zweitem Weltkrieg: Deutsche Kleinstadt erkennt Hitler Ehrenbürgerschaft ab

Es ist amtlich: 80 Jahre war Adolf Hitler Ehrenbürger von Nortorf. Nun hat die schleswig-holsteinische Stadt ihm den Titel entzogen - auch wenn es lange Zeit nicht danach aussah.

Die schleswig-holsteinische Kleinstadt Nortorf hat 68 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs Adolf Hitler die Ehrenbürgerwürde entzogen. Auf Antrag aller Fraktionen beschloss die Stadtverordnetenversammlung am Dienstagabend einstimmig die formale Aberkennung, wie ein Protokollführer am Mittwoch sagte und einen Bericht des #link;http://www.shz.de/index.php?id=160&tx_ttnews[tt_news]=2820873&no_cache=1;"Flensburger Tageblatts"# bestätigte.

Auch Hinrich Lohse sei nun kein Ehrenbürger der Stadt mehr. Er war bis 1945 Gauleiter in Schleswig-Holstein und soll als Reichskommissar an der Ermordung von Juden im Baltikum beteiligt gewesen sein.

Die Kleinstadt hatte jahrelang über das Thema diskutiert. Das Bürgerforum Nortorf setzte die formale Aberkennung wieder auf die Tagesordnung.

cob/DPA / DPA
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