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Spuren von schädlichen Stoffen: Alnatura ruft Babynahrung zurück

Ein Großteil der Ware sei bereits aus dem Sortiment genommen. Dennoch: Die Bio-Supermarktkette Alnatura ruft eine bestimmte Sorte Babynahrung zurück. Es wurden Spuren schädlicher Stoffe gefunden.

Alnatura betreibt mehr als 80 Filialen in Deutschland und ist damit eine der größten Bio-Supermarktketten des Landes

Alnatura betreibt mehr als 80 Filialen in Deutschland und ist damit eine der größten Bio-Supermarktketten des Landes

Die Handelskette Alnatura ruft vorsorglich ihren Vier-Korn-Getreidebrei für Babys nach dem vierten Monat zurück. Betroffen seien 250-Gramm-Packungen mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 30. November 2015, teilte das Unternehmen am Dienstagabend in Bickenbach mit. In einer Probe des Getreidebreis seien Spuren von Pflanzeninhaltsstoffen der Tropanalkaloide nachgewiesen worden.

Mit der Rückrufaktion solle jegliches Risiko für Säuglinge und Kleinkinder ausgeschlossen werden, erklärte Alnatura auf der Firmenwebsite. Ein großer Teil der Ware sei bereits vor der Auslieferung gesperrt worden, die im Handel befindliche Ware sei bereits aus den Regalen genommen worden. Kunden, die noch Packungen mit dem genannten Haltbarkeitsdatum zu Hause hätten, sollten diese vorsorglich zurückbringen. Sie erhalten Ersatz.

Tropanalkaloide sind natürliche Inhaltsstoffe in einigen Pflanzen wie Stechapfel oder Tollkirsche und können nach Angaben des Bundesinstituts für Risikobewertung bereits in niedriger Dosierung die Herzfrequenz und das zentrale Nervensystem beeinflussen. Einige der Wirkstoffe werden auch in der Medizin eingesetzt.

Die bei der Getreideernte miterfassten Samen dieser Pflanzen würden im späteren Verarbeitungsprozess ausgelesen, erklärte Alnatura auf seiner Website. Geringste Rückstände seien durch modernste Laboranalytik aber feststellbar. Alnatura wolle sie daher "bestmöglich aus unseren Produkten ausschließen".

ono/DPA / DPA
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