Attentat Schwedische Außenministerin Anna Lindh ermordet


Die schwedische Außenministerin Anna Lindh wurde am 10. September in einem Kaufhaus in Stockholm von einem Unbekannten mit einem Messer niedergestochen und schwer verletzt. Die 46-jährige Politikerin wurde ins Krankenhaus gebracht und sofort operiert, erlag aber später den schweren Verletzungen.

Die schwedische Außenministerin Anna Lindh wurde am 10. September in einem Kaufhaus in Stockholm von einem Unbekannten mit einem Messer niedergestochen und schwer verletzt. Die 46-jährige Politikerin wurde ins Krankenhaus gebracht und sofort operiert, erlag aber später den schweren Verletzungen. Lindh habe keine Leibwächter bei sich gehabt, sagte Ministerpräsident Göran Persson. Er sei bestürzt und wütend, erklärte er.

Lindh wurde gegen 16.00 Uhr im exklusiven Kaufhaus Nordiska Kompaniet in der Stockholmer Innenstadt angegriffen, wo sie einen Einkaufsbummel machte. Eine Kundin sagte, sie habe die Tat beobachtet. "Sie lag auf dem Boden, und es sah aus, als ob ein großer Mann, der eine spitze Mütze aufhatte, auf sie einschlug", sagte Hanan Sundberg. "Aber als er wegrannte, warf er ein Messer weg." Lindh habe zu ihr gesagt: "Er hat mich in den Magen gestochen." Dann habe sie Blut gesehen, sagte Sundberg.

Die 21-jährige Krankenschwester Angelica Bjerring fand Lindh nach eigenen Angaben auf dem Boden des Ladens. Es sei ein Stück Stoff um ihr Handgelenk gewickelt gewesen. "Sie hatte einen Schock", sagte Bjerring. Drei Sanitäter trugen die Außenministerin auf einer Bahre zu einem Rettungswagen.

Lindh zählt zu den beliebtesten Politikern in Schweden. Sie leitet das Außenministerium seit 1998. Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder. Der Angriff auf Lindh weckte Erinnerungen an die Ermordung des schwedischen Ministerpräsidenten Olof Palme. Er wurde 1986 in Stockholm nach einem Kinobesuch auf offener Straße erschossen.


Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker