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Attentate von Utøya und Oslo: Rekonstruktion eines Massenmords

Minutiös hatte er die Attentate geplant. Doch Anders Behring Breivik machte dabei auch Fehler, sonst hätte er womöglich noch weit mehr Menschen getötet. Die Chronologie eines Massenmords.

Es ist Freitag, der 22. Juli: Um 15.26 Uhr explodiert vor dem Osloer Regierungs-Hochhaus eine gewaltige Autobombe. Um 17.08 Uhr betritt der Attentäter als Polizist verkleidet die Fjordinsel Utøya. 18.27 Uhr wird Anders Behring Breivik nach der Ermordung von 77 Menschen festgenommen. In den Polizeiverhören zeigt er sich auskunftsfreudig. Demnach hatte er die Attentate detailliert geplant und wollte noch weit mehr Menschen töten. Bei seinen Plänen für die mörderische Bluttat hatte er jedoch den starken Ferienverkehr in der Region um Oslo unterschätzt, sagt der 32-Jährige bei den Polizeiverhören aus. Das rettete vielen Menschen das Leben.

Gut eine Woche nach dem Verbrechen hat die Zeitung "Aftenposten" das Vorgehen des rechtsradikalen Täters unter Berufung auf Polizeiquellen und andere Behördenangaben zu rekonstruieren versucht:

11.45 Uhr:

Breivik fährt einen Mietwagen des Typs Fiat Doblò durch eine Mautstation in Richtung Osloer Innenstadt. Er parkt das Auto am Hammersberg Torg und kehrt in den Stadtteil Skøyen im Westen Oslos zurück. Dort wohnt er bei seiner Mutter.

12.51 Uhr:

Breivik schreibt den letzten Eintrag in sein 1500 Seiten umfassendes "Manifest".

14.08 Uhr:

Das "Manifest" wird per E-Mail an 1003 Adressaten verschickt. Breivik verkleidet sich als Polizist.

15.00 Uhr:

Er fährt einen mit mehreren hundert Kilo Sprengstoff gefüllten VW-Transporter durch eine der automatischen Mautstationen Richtung Zentrum. Den ebenfalls gemieteten Wagen stellt er direkt vor dem Regierungs-Hochhaus ab und läuft zum Fiat am Hammersberg Torg. Dabei wird er von einer Überwachungskamera gefilmt. Im Polizeiverhör gibt Breivik später an, er habe die Transportzeiten zu niedrig berechnet.

15.26 Uhr:

Die Bombe explodiert im Osloer Regierungsviertel. Doch wegen der Sommerferien sind viele Angestellte schon im Feierabend. Breivik steckt danach bei seiner Fahrt zur 40 Kilometer entfernten Insel Utøya im Stau. Auf der Autobahn E18 nach Sandvika, hatte es am Nachmittag einen Unfall gegeben. Die Verkehrsprobleme machten sich bis auf die Ausfallstraßen von Oslo bemerkbar. Auch auf der Autobahn E16 gab es aufgrund der Ferien mehr Verkehr als sonst, zudem war ein Tunnel teilweise gesperrt. So brauchte Behring Breivik nicht 40 Minuten wie gewöhnlich, sondern die doppelte Zeit für die Fahrt nach Utøya.

Im Verhör sagt der Attentäter später, dass die Bombe schon früher hätte explodieren sollen. Dann wäre er auch früher auf der Insel gewesen – zu einem Zeitpunkt zu dem Gro Harlem Brundtland, die frühere Ministerpräsidentin, noch auf der Insel gewesen wäre. Brundtland war am Vormittag auf Utøya, hielt ab 11.10 Uhr eine Rede und verließ die Insel gegen 15 Uhr.

16.40 Uhr:

Breivik kommt in seiner Polizeiuniform an der kleinen Fährstation zur Insel an. Er stellt den Mietwagen ab und setzt auf der Fähre über. Als Gepäck führt er ein Schnellfeuergewehr, eine Pistole und große Mengen Munition mit sich.

17.08 Uhr:

Ankunft des Attentäters auf Utøya.

17.27 Uhr:

Die Polizei wird alarmiert. Unklar bleibt auch bei anderen Medienangaben, was in den ersten knapp 20 Minuten seit Breiviks Ankunft genau geschieht. Nach den ersten offiziellen Mitteilungen der Polizei hat der Massenmörder für die Tötung seiner 69 Opfer auf Utøya anderthalb Stunden Zeit.

18.09 Uhr:

Angehörige der Polizei-Eliteeinheit "Delta" kommen zusammen mit örtlichen Polizisten an der Fährstation nach Utøya auf der Festlandseite an.

18.25 Uhr:

Die Einsatzgruppe erreicht die Insel und sucht nach dem Täter.

18.27 Uhr:

Breivik lässt sich mit erhobenen Händen festnehmen. Er hat beide Waffen weggelegt. Die Polizei setzt ihn mehrere Stunden in einem Holzhaus auf der Insel fest, ehe er nachts in die Osloer Polizeizentrale gebracht wird.

swd/DPA / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.