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Belgien: Drei Tote bei Blutbad in Kinderkrippe

Tödliches Drama in einer Kindertagesstätte: Ein Mann hat in Belgien drei Menschen erstochen. Elf Kinder und zwei Erwachsene wurden verletzt. Der Mann konnte zunächst auf einem Fahrrad flüchten, wurde aber mittlerweile gefasst. Eltern und Personal stehen unter Schock.

Entsetzen in Belgien: Ein Amokläufer hat am Freitagmorgen in einer Kindertagesstätte im ostflämischen Dendermonde zwei kleine Kinder und eine Betreuerin erstochen. Elf Babys und Kleinkinder sowie zwei Erwachsene wurden teilweise schwer verletzt. Der 20 Jahre alte Täter floh auf einem Fahrrad, wurde aber gut eineinhalb Stunden später von der Polizei gefasst. Über sein Motiv herrschte auch nach der ersten Vernehmung völlige Unklarheit. Innenminister Guido De Padt sprach von einer "Hölle" für die Eltern.

Der Mann habe schwarz geschminkte Augen gehabt, berichtete Staatsanwalt Christian Du Four. Der Rest seines Gesichts sei weiß angemalt gewesen. Er sei im Gegensatz zu Medienberichten vor seiner Wahnsinnstat weder in einer psychiatrischen Anstalt gewesen noch sei er der Polizei aufgefallen. Auch habe er nicht unter Drogeneinfluss gestanden. Der junge Mann wollte bei den ersten Vernehmungen nichts zur Tat sagen. Du Four: "Er kooperiert nicht mit uns."

Vor dem Tatort legten am Nachmittag mehrere Menschen Blumen ab. Belgiens Premierminister Herman Van Rompuy sagte, das Land stehe unter "Schock". Am Abend besuchten Prinzessin Mathilde und Kronprinz Philippe in einem Betreuungszentrum für die unter Schock stehenden Angehörigen, Betreuer und Einsatzkräfte.

Der Täter kam mit dem Fahrrad

Wie Zeugen berichteten, fuhr der Täter auf einem Fahrrad vor der Kindertagesstätte "Fabeltjesland" ("Märchenland") vor und klingelte. Er sei sehr hager und habe knallrote Haare, sagten Augenzeugen. Unter dem Vorwand, er habe eine Frage, sei ihm dann offensichtlich die Tür geöffnet worden, berichtete der flämische Rundfunksender VRT. In der Krippe befanden sich 18 kleine Kinder im Alter von höchstens drei Jahren und sechs Betreuer.

Der Mann sei geradewegs in den Bereich für Babys gegangen und habe dort mit einem Messer um sich gestochen, berichtete Du Four. "Danach ist er in einen anderen Bereich gegangen und hat dort seine Tat wiederholt." Es brach Panik aus. "Einige der Kinder haben leider schwere Verletzungen", sagte die Sprecherin des örtlichen Sankt- Blasius-Krankenhauses, Dominique Potteau. Die Eltern mussten ihre Kinder zunächst mit Hilfe von Digitalbildern identifizieren. "Das Entsetzen ist enorm", sagte Bürgermeister Piet Buyse.

Vor dem Ort der Schreckenstat versammelten sich zahlreiche betroffene Eltern. Katastrophenalarm wurde ausgelöst. Polizei und Rettungskräfte veröffentlichten zwei Notfall-Telefonnummern und richteten ein Betreuungszentrum ein. Die Polizei hatte einen Polizeihubschrauber und Spürhunde eingesetzt, um den Täter zu suchen. Bei seiner Festnahme wurde der Mann verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. In einem Sack habe er noch ein Messer bei sich gehabt, sagte Staatsanwalt Du Four. Dies sei aber nicht die Tatwaffe gewesen: Diese habe man später in der Kinderkrippe gefunden.

Ich bin fassungslos

Innenminister De Padt zeigte sich bestürzt und drückte den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus. "Ich bin völlig fassungslos, und meine Gedanken gelten nun in erster Linie den Eltern, die diese Hölle mitmachen müssen." Er war umgehend nach Dendermonde gefahren. Die Gemeinde zählt gut 43 000 Einwohner und liegt etwa 30 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Brüssel.

Flanderns Ministerpräsident Kris Peeters sprach von einer "unglaublichen" Tat, die das Land "mit Horror und Trauer" erfülle. "Dieses Blutbad wird mit Sicherheit Spuren in unserer Gesellschaft hinterlassen." Die staatliche Organisation "Kind en Gezin" ("Kind und Familie"), die auch für die Kontrolle vieler Kindertagesstätten zuständig ist, reagierte mit Entsetzen. "Wir müssen rasch untersuchen, wie der Mann in die Krippe gelangen konnte", zitierte der Rundfunksender VRT Leen Du Bois von "Kind en Gezin".

DPA / DPA
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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