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Bergung in Riesending-Höhle Noch 400 Meter bis zum Tageslicht


Keine Komplikationen bei der Bergung des verletzten Höhlenforschers Johann Westhauser in der Riesending-Höhle: Das Team ist bereits vor Biwak 1 angelangt, dem letzten Stützpunkt vor dem Ausgang.

Die Rettungskräfte in der Riesending-Schachthöhle bei Berchtesgaden kommen bei der Bergung des verletzten Höhlenforschers Johann Westhauser weiter gut voran. Am Mittwochmorgen war der Trupp bereits vor dem Biwak 1 angelangt, wie ein Sprecher der Bergwacht mitteilte. Im Laufe des Vormittags sollte die Lagerstätte erreicht werden. Beim Biwak 1 ist die Basisstation, die den letzten Stützpunkt vor dem Ausgang der Höhle bildet. Nur noch rund 400 Meter trennen Westhauser dort vom Tageslicht.

Während der Ruhepause im Biwak 1 seien dort vor allem das Team aus einer italienischen Ärztin, einem österreichischen Arzt und einer Rettungssanitäterin gefordert, sagte der Sprecher. "Sie werden alle medizinischen Checks vornehmen, um den Verletzten auf die letzte Etappe vorzubereiten."

Ungeachtet der großen Fortschritte bei der tagelangen Bergungsaktion warnt die Bergwacht vor Euphorie: "Die Retter sind angehalten, extrem langsam vorzugehen, um in diesem Abschnitt der Strecke eine Eigengefährdung durch Steinschläge zu vermeiden." Westhauser selbst hatte durch einen Steinschlag in tausend Metern Tiefe ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten. Seine Ankunft am Ausgang wird innerhalb der nächsten 48 Stunden erwartet.

fme/DPA DPA

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