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Unglück im Riesending-Schacht Hier saß der verletzte Forscher fest


Die Helfer sprachen von einem "noch nie dagewesenen Einsatz": Experten haben den Höhlenforscher Westhauser aus der Riesending-Höhle gerettet. Die Schächte dort sind eng, steil und glitschig.

Ein Schacht fällt im Untersberg sechs Kilometer nördlich von Berchtesgaden 300 Meter ins Ungewisse ab. "Was ist das für ein Riesending?", fragten ihre Entdecker - seither heißt die Höhle so. 1148 Meter tief ist sie, ihr Gangsystem ist 19,2 Kilometer lang: Die Riesending-Höhle ist Deutschlands größte Höhle. Die Schächte sind streckenweise eng, glitschig und steil. Laut dem Salzburger Höhlenretter Norbert Rosenberger seien einige Passagen nur überwindbar, wenn man den Kopf schräg lege, ausatme und den Bauch einziehe. Und es gebe nur eine Handvoll Helfer in ganz Europa, die den Weg absolvieren könnten. Wie schwierig ein Abstieg ist, wurde am Montag deutlich: Ein Arzt hatte versucht, den Verletzten Höhlenforscher Johann Westhauser zu erreichen - vergeblich. Er musste aufgeben. Die Höhle stellt allerhöchste Anforderungen an Kondition und psychische Belastbarkeit. Der Weg über viele Kilometer in dem verzweigten Höhlensystem bis zu der Stelle, wo der Verunglückte lag, dauert etwa zwölf Stunden.

Benutzer von Smartphones klicken bitte auf diesen Link, um die Infografik zur Höhle anzusehen.

fme/DPA DPA

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