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"HoGeSa"-Demo: Berliner Polizei rechnet mit 10.000 Hooligans

In Köln hat eine "HoGeSa"-Demo mit 4500 Hooligans vor wenigen Tagen zu exzessiver Gewalt geführt. Nun droht Berlin eine Hooligan-Veranstaltung mit 10.000 Teilnehmern.

Ein Mitglied der als gewaltbereit bekannten Gruppe "Hooligans gegen Salafisten" (HoGeSa) auf der Demonstration in Köln

Ein Mitglied der als gewaltbereit bekannten Gruppe "Hooligans gegen Salafisten" (HoGeSa) auf der Demonstration in Köln

Die Veranstalter des für Mitte November geplanten Hooligan-Aufmarschs in Berlin rechnen mit etwa 10.000 Teilnehmern. Zunächst seien für die Kundgebung am 15. November lediglich 1000 Demonstranten angemeldet worden, inzwischen seien es 10.000, sagte ein Sprecher der Berliner Polizei. Er bestätigte damit einen Bericht des RBB. Aus Sicht der Polizei sei die zu erwartende Teilnehmerzahl "im Moment ganz schwer einzuschätzen", fügte der Sprecher hinzu.

Die Kundgebung unter dem Motto "Gegen Salafisten, Islamisierung und Flüchtlingspolitik" soll zwischen 15 Uhr und 21 Uhr am Pariser Platz direkt am Brandenburger Tor stattfinden. Am vergangenen Wochenende hatten tausende Hooligans in Köln randaliert und dabei 49 Polizisten verletzt. Der Aufmarsch stand unter dem Motto "Hooligans gegen Salafisten", auch Rechtsextremisten waren dabei präsent. Dies löste Befürchtungen aus, Rechtsextreme könnten Einfluss auf die gewaltbereite Hooligan-Szene nehmen oder mit diesen neuartige Bündnisse eingehen.

Ein ebenfalls für den 15. November geplanter Hooligan-Aufmarsch in Hamburg wurde inzwischen vom Anmelder wieder abgesagt. Nach RBB-Informationen rechnen die Berliner Behörden bereits bei einer Demonstration am 9. November direkt am Reichstag mit möglichen Ausschreitungen. Hinter der Kundgebung steht demnach die rechtsgerichtete Reichsbürgerbewegung. Ob auch Hooligans daran teilnehmen wollen, sei derzeit noch unklar, sagte der Polizeisprecher.

tkr/AFP / AFP
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